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Umweltunterricht

Das viel beschworene „Umweltbewusstsein“ hat viele Facetten und muss bereits frühzeitig geweckt und kultiviert werden. Neben der Schaffung eines Problembewusstseins und reiner Wissensvermittlung wird beim Umweltunterricht immer auch die grundlegende Bedeutung von Werten diskutiert. Die Erziehung zu umweltbewusstem und nachhaltigen Handeln geschieht dabei über die Entwicklung von Achtsamkeit bezüglich der Vorgänge in der Natur und in der Umwelt. So sollen die Kinder zu einem veränderten Verhalten motiviert und eine neue Art von Lebensqualität erfahren werden.
Um Kindern Wissen vermitteln zu können, ist es wichtig, ihnen Erlebnisse zu verschaffen, die möglichst alle ihre Sinne ansprechen. Beim gemeinsamen Gestalten werden nachhaltige Eindrücke vermittelt, mit denen sich auch „eine gute Portion reines Wissen“ verankern lässt. So erfahren die Kinder beispielsweise beim eigenen Papier schöpfen ganz nebenbei auch etwas über industrielle Herstellungs- und Verwertungsprozesse.
Bei der Suche nach Antworten auf Fragen wie:“ Wie viel Wasser wird zur Herstellung von bestimmten Produkten (z.B. Papier) verbraucht? Welche Alternativen gibt es? Welche Auswirkungen hat die „Entsorgung“ oder „Verwertung“ des Produktes auf die Umwelt ?“ erhalten schon die Jüngsten eine andere Wahrnehmung ganz alltäglicher Produkte und Situationen.

Umweltunterricht an Kindergärten

Das Sachgebiet Abfallwirtschaft des Landkreises Aschaffenburg bietet in Zusammenarbeit mit der pädagogisch ausgebildeten Fachkraft Alexandra Kellner den Kindergärten im Landkreis Aschaffenburg kostenlos die Durchführung von Unterrichtsstunden zur Umwelterziehung an.

In spielerischer Weise werden die Kinder Abfallvermeidung, Stoffkreisläufe, nachwachsende Rohstoffe, Mülltrennung und Recycling kennen lernen und mittels geeigneter pädagogischer Maßnahmen zur Abfallvermeidung und -sortierung motiviert. Dabei wird das Abfallentsorgungssystem des Landkreises Aschaffenburg vorgestellt und kindgerecht erläutert.

Angeboten werden zwei Unterrichtsstunden pro Kindergartengruppe (ca. 15 Kinder), abgestimmt auf die jeweilige Altersstufe der Kinder.
Die Unterrichtseinheiten sind für die Kindergärten in der Regel kostenfrei und werden von Frau Kellner unter Berücksichtigung der individuellen Erfordernisse der Kindergärten geplant und durchgeführt.
Der Unterricht besteht aus einem Grundmodul zum Thema Abfall, das immer empfohlen wird. Hier erhalten die Kinder erste Informationen über Rohstoffe (was wächst nach und was nicht) und wie sie Abfälle vermeiden und richtig trennen können.

Als Aufbaumodul (wird direkt im Anschluss an das Grundmodul durchgeführt) können die Kindergärten wählen zwischen den Themen:

Kindergartenfrühstück ohne Abfälle
Natürliche Kreisläufe
Papierarten und Papier selbst schöpfen
Basteln mit Abfällen und Naturmaterialien

Wenn Kindergärten Interesse an einer Unterrichtseinheit haben, bitten wir sie um eine schriftliche Rückmeldung. Dazu sollte das Antwortformular verwendet und der gewünschte Themenbereich angekreuzt werden. Frau Kellner wird sich dann im Kindergarten melden und weitere konkrete Absprachen treffen.


Umweltunterricht an Schulen

Das Sachgebiet Abfallwirtschaft des Landkreises Aschaffenburg hat die Fachakademie für Sozialpädagogik (FakS) beauftragt, im Rahmen der Ausbildung ihrer Studierenden Umweltunterricht, vor allem an Grundschulen, durchzuführen. Diese für beide Einrichtungen fruchtbare Zusammenarbeit existiert mittlerweile seit mehreren Jahren.
Die Studierenden der Fachakademie bereiten die Unterrichtseinheiten in eigenen Projektgruppen, angeleitet von fachkundigen Dozenten, vor. Im neuen Projekt „Nachhaltig und bewusst leben“ wird neben dem Aspekt des Abfallvermeidens gezeigt, wie schon Kinder durch eigenes Handeln und die Auswahl von Gebrauchsmaterialien Auswirkungen auf Wasser, Boden, Luft und Energieressourcen beeinflussen können.
Bis Ende März jeden Jahres erhalten die Landkreisschulen von der Fachakademie Einladungsschreiben zur Teilnahme am Unterrichtsprojekt. Nach Rückmeldung und Terminabsprache mit interessierten Schulen sowie Festlegung der inhaltlichen Schwerpunkte des Unterrichtes bis Ende April werden die Unterrichtsstunden dann von Mitte Juni bis Mitte Juli durchgeführt.
Sollte das Interesse der Schulen größer sein als die Möglichkeiten der Fachakademie, müssen möglicherweise Wartelisten angelegt werden. Anfragen können auch an die Ansprechpartnerin im Landratsamt, Frau Sperber, e-mail: Ute.Sperber@lra-ab.bayern.de gerichtet werden.

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Ohne Termin kann es ggf. zu Wartezeiten kommen. Eine Terminvereinbarung ist daher sinnvoll.

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