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Wasserverbrauch

Bei der Deckung des Wasserbedarfs kam es zu Beginn der 90er Jahre zu Engpässen. Im Trockenjahr 1993 gingen vielerorts die Quellschüttungen stark zurück, die Versorgung der betroffenen Gemeinden im Spessart konnte jedoch aufrechterhalten werden. Zu Versorgungsschwierigkeiten kam es beim Zweckverband Fernwasserversorgung Spessartgruppe, der wegen der Übernutzung des Grundwasservorkommens zu einer Reduzierung der Wasserfördermengen gezwungen war. Durch eine Verfügung zum Wassersparen, die Kündigung der Wasserlieferverträge mit den Gemeinden Karlstein a. M. und Kleinostheim sowie die Verlegung und Inbetriebnahme einer Verbindungsleitung zu den Stadtwerken Aschaffenburg. Anfang 1996 konnten die Versorgungsschwierigkeiten behoben werden.

Bis zum Jahr 1991 war beim Wasserverbrauch ein Anstieg zu verzeichnen. Von 1991 bis 1994 wies der Wasserverbrauch trotz steigender Einwohnerzahlen eine rückläufige Tendenz auf. Der besonders niedrige Wert des Jahres 1994 dürfte auf die anhaltende Wirkung der im 1993 erlassenen Verfügung zum Wassersparen durch die Spessartgruppe sowie auf die feuchte Witterung in diesem Jahr zurückzuführen gewesen sein (u. a. weniger Verbrauch für Gartenbewässerung und Duschen). Möglicherweise spielte auch indirekt der im benachbarten Hessen zu dieser Zeit ausgerufene ‘Wassernotstand’ eine Rolle. Der Wasserspareffekt zeigt sich insbesondere beim Pro-Kopf-Verbrauch. Dieser sank 1994 auf einen sehr niedrigen Wert von 118 Liter je Einwohner und Tag (l/E,d). In den Jahren bis 1997 stiegen Einwohnerzahlen und Wasserverbrauch auf 135 l/E,d an. Bis zum Jahr 2000 ist allerdings wieder ein Rückgang des Pro-Kopf-Verbrauchs auf 128,0 l/E,d zu verzeichen. Dieser Wert liegt unter dem Durchschnitt des Pro-Kopf-Verbrauchs in Deutschland im Jahr 2000.

Wassereinsparpotentiale sind vorhanden und müssen auch in Zukunft weiter umgesetzt werden. Dies gilt insbesondere für technische Wassersparmaßnahmen (z. B. Umrüstung auf wassersparende Haushaltsgeräte und Armaturen).

Eine besondere Art der Trinkwassereinsparung ist die Regenwassernutzung. Derartige Anlagen, die vorwiegend der Toilettenspülung und der Gartenbewässerung dienen, werden von verschiedenen Landkreisgemeinden bezuschusst. Derartige Anlagen setzen jedoch eine sorgfältige und ordnungsgemäße Installation der beiden Wasserkreisläufe voraus, um Verunreinigungen des Trinkwassers wirksam auszuschließen.
 

Wasserverbrauch und Einwohnerentwicklung 


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