Kampfhunde

§ 1 (Abs.1)
Bei den folgenden Rassen und Gruppen von Hunden sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden wird die Eigenschaft als Kampfhunde stets vermutet:

  • Pit-Bull
  • Bandog
  • Am. Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Terrier
  • Tosa-Inu.

 

(Abs.2)
Bei den folgenden Rassen von Hunden wird die Eigenschaft als Kampfhunde vermutet, solange nicht der zuständigen Behörde für die einzelnen Hunde nachgewiesen wird, dass diese keine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren aufweisen:

  • Alano
  • Fila Brasileiro
  • American Bulldog
  • Mastiff
  • Bullmastiff
  • Mastin Espanol
  • Bullterrier
  • Mastino Napoletano
  • Cane Corso
  • Perro de Presa Canario (Dogo Canario)
  • Dog Argentino
  • Perro de Presa Mallorquin
  • Dogue de Bordeaux
  • Rottweiler

 

(Abs.3)
Unabhängig hiervon kann sich die Eigenschaft eines Hundes als Kampfhund im Einzelfall aus seiner Ausbildung mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität oder Gefährlichkeit ergeben.
 
Die in Absatz 1 aufgeführten Hunderassen durften in Bayern auch bisher nicht gehalten werden. Es besteht ein Zucht- und Ausstellungsverbot.
Für die Haltung von Hunden der in Absatz 2 genannten Rassen benötigt der Hundehalter eine Erlaubnis von der für seinen Wohnsitz zuständigen Gemeinde. Diese Erlaubnispflicht entfällt nur dann, wenn der Hundehalter der Gemeinde die Ungefährlichkeit des Hundes nachweisen kann. Dies geschieht aufgrund eines Wesenstestes, der von einem unabhängigen Gutachter (z.B. Sachverständige für das Hundewesen) durchgeführt wird.

Was müssen Sie als Hundebesitzer tun, wenn Ihr Hund einer der in Absatz 2 (neu) aufgelisteten Rasse angehört?
Wenn Sie nicht schon von Ihrer Gemeinde angeschrieben wurden, wenden Sie sich an diese und erkundigen Sie sich, welche Gutachten dort akzeptiert werden. In der Regel werden Ihnen auch die Adressen von Sachverständigen genannt. Das Gutachten muss in Form und Inhalt bestimmten Anforderungen entsprechen, z.B. muss der Wesenstest in vorgeschriebener Weise durchgeführt worden sein. Der Gutachter muss der Behörde als sachverständig und neutral bekannt sein.
Eine Liste mit "öffentlich bestellten und beeidigten Sachverständigen für Hundewesen" für Unterfranken finden Sie bei "Mehr zum Thema" am Ende dieses Artikels.
Tierärztinnen und Tierärzte, die bereit sind, Gutachten der gesteigerten Aggressivität und Gefährlichkeit eines Hundes zu erstellen finden Sie auf der Internet-Seite der Bayerischen Landestierärztekammer unter www.bltk.de unter "Suchdienst Tierärzte in Bayern" - "Sonstige durch die BLTK zuerkannte Qualifikationen" - "Erstellung von Gutachten gemäß Kampfhunde-Verordnung".
 

Sachverständige für das Hundewesen in Unterfranken

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Telefon: 06021/394-106
Telefax: 06021/394-909
Veterinaeramt@Lra-ab.bayern.de

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