Aktuelles zur Vogelgrippe

Weil das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Bayern in den letzten Wochen rückläufig war, wird auch im Landkreis Aschaffenburg die Stallpflicht gelockert. Auch Ausstellungen und Märkte sind wieder möglich und Eier können wieder als Freilandeier vermarktet werden.

 

Das Veterinäramt Aschaffenburg weist ausdrücklich darauf hin, dass nach wie vor ein Überspringen des Erregers auf Haus- und Nutzgeflügel bereits im Vorfeld wirksam verhindert werden muss. Die erhöhten Biosicherheitsmaßnahmen in Kleinbetrieben gelten deshalb weiterhin.  Dazu zählen die folgenden Regeln:

• Die Eingänge zu den Geflügelhaltungen müssen mit geeigneten Einrichtungen zur Schuhdesinfektion versehen sein oder es müssen vor Betreten des Stalles die Schuhe    gewechselt werden.
• Im Stall sollte auch vom Halter nur für diesen Zweck bestimmte Kleidung getragen werden, um das Virus nicht durch die Straßenkleidung einzubringen.
• Vor Arbeiten im Stall sollten die Hände gewaschen werden.
• Wildvögel sollten von den Haltungen bestmöglich ferngehalten werden, indem ihnen vom Geflügelhaltern kein Futter in unmittelbarer Nähe der Ställe angeboten wird.
• Der Besuch von fremden Personen im Geflügelstall muss auf das absolut notwendige Maß beschränkt werden.
• Die eigenen Tiere sollten nur an Stellen gefüttert werden, die für wildlebende Vögel nicht zugänglich sind.
• Das Geflügel sollte nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben.
• Auch Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, sollte für wildlebende Vögel unzugänglich aufbewahrt werden.

 

Allgemeine Informationen und Verhaltensregeln:

  • Informieren Sie das Landratsamt über den Fund toter Wasservögel (Enten, Gänse, Schwäne, Kormorane usw.) unter der Telefonnummer 06021/394-106 oder -107. Die Bergung der Vögel wird dann vom Veterinäramt organisiert und ggf. zur Analyse an ein Labor versandt.
  • Wenn Sie einen toten Singvogel z.B. im Garten finden, brauchen Sie uns nicht zu informieren, da eine Erkrankung mit Geflügelpest nicht zu erwarten ist.
  • Leinen Sie Ihren Hund an, wenn Sie mit ihm im Uferbereich des Mains oder eines anderen Gewässers spazieren gehen! Jagende Hunde können Wildvögel aufschrecken und damit zu einer Virusverbreitung führen. Eine Infektion oder Ansteckung von Hunden ist unwahrscheinlich.
  • Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist unbedenklich. Selbst bei einer Infektion von Hausgeflügelbeständen ist für den Verbraucher keine Gefahr zu erwarten, weil das Virus bereits bei +70° Celsius - und damit bei der üblichen küchenmäßigen Zubereitung - sicher abgetötet wird.

 

FAQ

1. Was versteht man unter Geflügelpest?

Die Vogelgrippe, auch unter dem Namen Geflügelpest bekannt, ist eine Geflügelerkrankung. Das Auftreten des gefährlichen Virus ist eine akute Gefahr für unser heimisches Geflügel.

2. Wo wurden Fälle von Geflügelpest in Deutschland aktuell festgestellt?

Im November 2016 gab es erste Meldungen aus Schleswig-Holstein, und von den Anrainerstaaten des Bodensees (Baden-Württemberg, Österreich und Schweiz). Inzwischen ist Deutschland flächendeckend betroffen, so auch Unterfranken. Auch bei uns im Landkreis Aschaffenburg wurden Ende Dezember 2016 und Anfang Februar 2017 zwei tote Schwäne aus einem See in Kahl und eine Wildgans vom Karlsteiner Mainufer positiv getestet.

3. Welcher Typ Influenzavirus wurde hier gefunden?

Es wurde H5N8 festgestellt.

4. Woher kommt das Geflügelpestvirus H5N8?

Erstmals wurde es 2014 in Südkorea nachgewiesen, aber Ausbrüche wurden auch in China, Japan und in der EU (Deutschland, Niederlande, Großbritannien) gemeldet.

5. Ist H5N8 auf den Menschen übertragbar?

Bislang wurden weltweit keine Infektionen des Menschen mit H5N8 nachgewiesen.

6. Welche Vogelarten sind empfänglich für Geflügelpest?

Hausgeflügel: Hühner, Puten, Enten, Gänse, Fasane, Wachteln und Strauße oder Emus

Wildvögel: Reiherenten, Zwerg- und Haubentaucher, Möwen, Schwäne, Reiher oder Blässhühner, aber auch Greifvögel und Eulen

Singvögel erkranken in der Regel nicht an Geflügelpest.

7. Sind Hunde und Katzen gefährdet?

Eine Übertragung auf Hunde und Katzen ist sehr unwahrscheinlich. Wir empfehlen jedoch bei Spaziergängen im Uferbereich an Flüssen, Seen oder anderen Gewässern Hunde und Katzen nicht freilaufen zu lassen.

8. Wie wird Geflügelpest übertragen?

Grundsätzlich findet die Ansteckung über den direkten Tier zu Tier Kontakt statt. Jedoch können die Viren auch über Ausscheidungen, Fahrzeuge, Personen, Futter oder Trinkwasser übertragen werden.

9. Was mache ich, wenn ich einen toten Vogel finde?

Verständigen Sie das Veterinäramt unter der Telefonnummer 06021/394-106 oder -107 und versuchen Sie den Standort möglichst genau zu beschreiben. Singvögel sind nicht betroffen, nur Wassergeflügel, Hühner-, Gänse- und Greifvögel.

10. Ich bin Geflügelhalter und habe meine Tierhaltung noch nicht beim Veterinäramt gemeldet?

Melden Sie Ihre Geflügelhaltung umgehend unter Angabe von Name, Adresse und Anzahl der gehaltenen Tiere unter der Telefonnummer 06021/394-106 oder 107.

 

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen unter den angegebenen Telefonnummern oder per Email unter veterinaeramt@lra-ab.bayern.de gerne zur Verfügung.

 

Meldungen Geflügelhalter

Sollten Sie beim Veterinäramt noch nicht als Geflügelhalter registriert sein, melden Sie Ihre Geflügelhaltung bitte umgehend mit folgenden Formularen an:

Erfassungsbogen Geflügelhalter

Antrag auf Erteilung einer Betriebsnummer 

Kontakte

Veterinäramt
Telefon: 06021/394-106
Telefax: 06021/394-909
Veterinaeramt@Lra-ab.bayern.de

Ansprechpartner

Formulare

Hier finden Sie die Anträge, Merkblätter und Formulare der einzelnen Sachgebiete.

Veterinäramt

Anfahrt

Das Veterinäramt des Landkreises befindet sich in der Merlostr. 1-3 in Aschaffenburg.

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Hinweis

Sollten Sie beim Veterinäramt noch nicht als Geflügelhalter registriert sein, melden Sie Ihre Geflügelhaltung bitte umgehend an.

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