Der Landkreis Aschaffenburg und seine Gemeinden
Historische Entwicklung
Bereits 10 000 - 3 000 v. Chr. war das heutige Gebiet des Landkreises Aschaffenburg besiedelt. Zuverlässiges Zeugnis von der vorgeschichtlichen Besiedlung geben einige keltische Ringwelle, wie z. B. am Reuschenberg bei Schöllkrippen.
Im 1. Jahrhundert n. Chr. errichteten die Römer in Stockstadt a. M. ein Kastell - eine Grenzbefestigung entlang des "Nassen Limes". Als im 3. Jahrhundert die Römerherrschaft endete, folgten ihnen in unserer Region vor allem die Alemannen. Sie wurden gegen Ende der Völkerwanderungszeit im 6. Jahrhundert von den Franken unter Chlodwig besiegt, die der Region auch das Christentum brachten. Die in den folgenden Jahrhunderten fortschreitende Besiedlung führte zu den ersten Orts- und Klostergründungen unserer Heimat.
Verschiedene Abteien nahmen seit dem 8. Jahrhundert Einfluss auf unser Gebiet. Mitte des 11. Jahrhunderts kam dann das Untermaingebiet unter die Oberhoheit der kirchlichen und weltlichen Macht des Mainzer Kurfürstentums. Das Mainzer Rad in unserem Kreiswappen und in zahlreichen Gemeindewappen steht als Symbol für die lange Zugehörigkeit (bis 1802) zum Kurstaat.
Der innere Spessart war dagegen bis in das 13. Jahrhundert fast nicht erschlossen. Er diente bis dahin lediglich der Jagd des Mainzer Hofes.
Der Mainzer Oberhoheit folgte 1803 der "Dalbergstaat" mit dem neugebildeten Fürstentum Aschaffenburg und 1810 bis 1813 das "Departement" im Großherzogtum Frankfurt. Am 26. Juni 1814 kam das Gebiet des ehemaligen Fürstentumes Aschaffenburg zu Bayern. Das frühere Amt Alzenau und die Vogtei Geiselbach folgten 1816.
1862 entstanden die Bezirksämter Aschaffenburg und Alzenau, die 1931 in Landkreise umbenannt wurden. Die früheren Landkreise Aschaffenburg und Alzenau sowie einige Gemeinden anderer Kreise wurden 1972 im Zuge der Gebietsreform zum neuen Landkreis Aschaffenburg zusammengeschlossen.
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