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Schutz unseres Waldes: Borkenkäferbekämpfung
07.08.2019

Das Landratsamt Aschaffenburg und die Außenstelle des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mussten im vergangenen Rekordsommer 2018 und in diesem Jahr bereits Maßnahmen zur Borkenkäferbekämpfung ergreifen, um einen Übergriff der Schädlinge auf gesunde Forstbestände zu verhüten.

Eigentümer und Nutzungsberechtigte (Besitzer) von Waldgrundstücken sind gehalten, sich aktiv um ihre Bestände kümmern. Auf Grund der massiven Gefährdung der Waldbestände durch schädliche Insekten (Nadelholzborkenkäfer, Buchdrucker, Kupferstecher, Lärchenborkenkäfer und Nordischer Fichtenborkenkäfer) hat die Regierung von Unterfranken im Januar 2019 eine allgemeine Anordnung erlassen, wonach Waldbesitzer zur Überwachung ihrer Nadelwaldbestände und Bekämpfung solcher Schädlinge verpflichtet sind. Die Anordnung gilt bis zum 31.12.2023.

Nadelwälder (Rein- und Mischbestände) sowie Grundstücke, auf denen innerhalb einer Entfernung von 500 m von diesen Wäldern unentrindetes Nadelholz lagert, gelten als Gefährdungs- und Befallsgebiete. Daraus ergeben sich für Eigentümer und Nutzungsberechtigte folgende rechtliche Konsequenzen:

  • Im Zeitraum von Anfang Oktober bis Ende März haben Waldbesitzer ihre Waldgrundstücke einschließlich dort lagernder Walderzeugnisse mindestens einmal auf Käferbefall zu kontrollieren.
  • Von Anfang April bis Ende September müssen Waldbesitzer die Kontrolle auf Käferbefall mindestens alle 4 Wochen vornehmen.
  • Bei festgestelltem Borkenkäferbefall ist sofort die zuständige Untere Forstbehörde (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) zu verständigen.
  • Borkenkäferbefall ist von sachkundigen Personen sachgemäß nach dem Stand der Technik unverzüglich und wirksam zu bekämpfen oder durch einen Beauftragten bekämpfen zu lassen.
  • Zuwiderhandlungen können mit einer Geldbuße geahndet werden.
  • Sollte die Forstbehörde einen Befall feststellen, so wird der Waldbesitzer umgehend informiert. Um eine Ausbreitung zu verhindern, müssen die Maßnahmen unverzüglich ergriffen werden.
  • Wird nicht rechtzeitig reagiert, kann das Landratsamt die Bekämpfung binnen kurzer Frist anordnen und wenn nötig im Wege der Ersatzvornahme auf Kosten des pflichtigen Waldbesitzers vornehmen lassen. Die Kosten einer Ersatzvornahme werden der verpflichteten Person in Rechnung gestellt.

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