Kindeswohlgefährdung und Inobhutnahme

Für in ihrem Wohl gefährdete Kinder und Jugendliche sowie Privatpersonen und Fachkräfte, die Kenntnis über solche Lebensverhältnisse erlangen, besteht ein Recht auf Unterstützung. Diese Unterstützung umfasst das vielfältige amtsseitige Tätigwerden zur Bewertung und Beseitigung einer Kindeswohlgefährdung sowie die Beratung zu Unterstützungsmöglichkeiten für das betroffene Kind beziehungsweise den betroffenen Jugendlichen oder die betroffene Jugendliche.

Kindeswohlgefährdung

Die Pflege und Erziehung der eigenen Kinder ist das natürliche Recht der jeweiligen Eltern und die in erste Linie ihnen obliegende Pflicht. Diese Pflicht beinhaltet insbesondere die Sicherstellung des körperlichen, geistigen und seelischen Wohles des Kindes. Liegt der begründbare Verdacht vor, dass Eltern dieser Pflicht nicht oder nicht angemessen nachkommen, oder gibt es den begründbaren Verdacht, dass das Kindeswohl aus anderen Gründen gefährdet ist, kann der allgemeine soziale Dienst zur Unterstützung des betroffenen Kindes oder jungen Person hinzugezogen werden.

Weitere Informationen befinden sich in dem nachfolgend verlinkten Flyer, herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter: Link zum Flyer

Privatperson

Der begründbare Verdacht einer Kindeswohlgefährdung kann zu den Geschäftszeiten des Landratsamtes telefonisch an die zuständige Fachkraft des allgemeinen sozialen Dienstes übermittelt werden. Die Übermittlung kann auf jedem Kommunikationsweg erfolgen, wobei eine telefonische Kontaktaufnahme zu bevorzugen ist, da sie Rückfragen ermöglicht. Auf Wunsch kann die Kontaktaufnahme vertraulich und anonym erfolgen.

Die Kontaktdaten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des allgemeinen sozialen Dienstes befinden sich in in folgendem Dokument:

Sollte die zuständige Ansprechperson nicht erreichbar sein, ist, während den Geschäftszeiten des Landratsamtes, eine Kontaktaufnahme zum Innendienst des Fachbereiches 21 möglich, erreichbar unter 06021/394-4141.

Wenn eine akute Gefahr besteht, die sofortiges Handeln erfordert, ist die örtliche Polizeidienststelle oder der Notruf der Polizei unter 110 zu kontaktieren.

Fachkraft

Bei Wahrnehmung des begründeten Verdachtes einer Kindeswohlgefährdung, zu der ein taggleicher Handlungsbedarf gegeben erscheint, ist während den Geschäftszeiten des Landratsamtes eine telefonische Kontaktaufnahme zur zuständigen Fachkraft des allgemeinen sozialen Dienstes geboten.

Die Kontaktdaten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des allgemeinen sozialen Dienstes befinden sich in in folgendem Dokument:

Sollte die zuständige Ansprechperson nicht erreichbar sein, ist während den Geschäftszeiten des Landratsamtes eine Kontaktaufnahme zum Innendienst des Fachbereiches 21 möglich, erreichbar unter 06021/394-4141.

Bei Wahrnehmung des begründeten Verdachtes einer Kindeswohlgefährdung, zu der kein taggleicher Handlungsbedarf gegeben erscheint, ist eine Kontaktaufnahme zur zuständige Fachkraft des allgemeinen sozialen Dienstes auf dem digitalen oder postalischen Schriftweg zu bevorzugen.

Für beruflich im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehende Personen ist die Möglichkeit der Inanspruchnahme der Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft gegeben, wozu sich Erläuterungen im unterhalb zu sehenden Ordnungspunkt befinden. 


Inobhutnahme

Der allgemeine Sozialdienst ist berechtigt und verpflichtet, Kinder und Jugendliche in seine Obhut zu nehmen, wenn diese um Obhut bitten oder eine dringende Gefahr für das Wohl der Kinder und Jugendlichen die Inobhutnahme erfordert. Die Inobhutnahme umfasst die Befugnis, Kinder und Jugendliche bei einer geeigneten Person, in einer geeigneten Einrichtung oder in einer sonstigen Wohnform vorläufig unterzubringen.

Insoweit erfahrene Fachkraft

Personen, die beruflich in Kontakt mit Kindern oder Jugendlichen stehen, haben im Einzelfall bei der Einschätzung von Anzeichen zum Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung oder bei der Einschätzung des Verdachtes einer Kindeswohlgefährdung, Anspruch auf Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft. Die Beratung erfolgt dabei in Hinblick auf die Einschätzung der Anzeichen und der Gefährdung, auf Handlungsmöglichkeiten sowie Hilfen.

Die Beratung erfolgt ohne die Nennung von persönlichen Daten der betroffenen Familien, Kinder oder Jugendlichen. 

Die Kontaktdaten der insoweit erfahrenen Fachkräfte befinden sich in folgendem Dokument:

Weitere Informationen befinden sich in dem nachfolgend verlinkten Flyer, herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter: Link zum Flyer

Der Interventionsleitfaden des Arbeitskreises gegen häusliche Gewalt zielt darauf ab, Transparenz in Aufgaben und Verfahrenswege einzelner Institutionen für das interdisziplinäre Netzwerk zu ermöglichen und die Handlungssicherheit von Fachkräften und involvierten Personen zu stärken: 

Medizinische Kinderschutzhotline für Fachkräfte

Die Medizinische Kinderschutzhotline (0800 19 210 00) ist ein vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördertes telefonisches Beratungsangebot in medizinischen Kinderschutzfragen. Es richtet sich an Fachkräfte der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, der Familiengerichte sowie des Gesundheitswesens und ist bundesweit, kostenfrei und rund um die Uhr verfügbar.

Für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe bietet diese Beratung, von Ärztinnen sowie Ärzten, rasch verfügbare medizinische Expertise zur Einschätzung von Fällen möglicher Kindeswohlgefährdung. Die Beratung unterstützt somit sowohl Fachkräfte der allgemeinen sozialen Dienste, in der Beratung tätige Kinderschutzfachkräfte und direkt mit Kindern und Familien tätige Fachkräfte in medizinischen Fragen des Kinderschutzes.

Weitere Informationen befinden sich in der nachfolgend verlinkten Webseite:

Link zur Webseite