Einführung der Bezahlkarte für Asylbewerberinnen und Asylbewerber

Im Landkreis Aschaffenburg wird die Bezahlkarte für Asylbewerberinnen und Asylbewerber eingeführt. Nach der seit 20. März 2024 laufenden Pilotphase gehört der Landkreis Aschaffenburg zu den ersten Landkreisen in Bayern, die das neue Bezahlsystem einsetzen. Das Bundesland Bayern hatte zuvor als erstes Flächenland in Deutschland die Bezahlkarte für Asylbewerberinnen und Asylbewerber umgesetzt. Die für den Landkreis benötigten Bezahlkarten wurden bereits bestellt. Sobald der offizielle Starttermin zur Ausgabe der Bezahlkarten feststeht, wird das Landratsamt rechtzeitig die Öffentlichkeit informieren.

Landrat Dr. Alexander Legler begrüßt ausdrücklich, dass der Landkreis Aschaffenburg als weiterer Pilot zur Einführung der Bezahlkarte ausgewählt worden ist:

„Von Anfang an haben wir uns als Pilot-Landkreis angeboten, da wir mit unserer Verwaltung in der Lage sind, die Bezahlkarte professionell und verlässlich umzusetzen und wir maximal dringend Entlastung bei der Abwicklung der Asylbewerberleistungen benötigen. Das gilt gleichermaßen für die Kolleginnen und Kollegen in den Rathäusern, die ebenfalls nach wie vor am Limit arbeiten, ohne dass wir alle auch nur im Ansatz Licht am Ende des Tunnels bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen sehen.

Angesichts der anhaltenden Zuweisungen von Geflüchteten muss daher auch weiterhin alles unternommen und versucht werden, um die Zahlen deutlich spürbar zu reduzieren und Verwaltungsverfahren zu vereinfachen und damit zugleich zu beschleunigen.

Umso mehr hoffe ich, dass sich die Bezahlkarte tatsächlich und auch sehr schnell als limitierender Faktor für die ungebrochene Attraktivität unseres Landes für Geflüchtete erweist. Schon deswegen, da unsere Ressourcen an Unterkünften und Personal zur Unterbringung und Betreuung der Menschen sowie zur Abwicklung der mit jedem Geflüchteten verbundenen Verfahren maximal begrenzt bleiben und ohne eine deutliche Reduzierung an Zuweisungen eine erfolgreiche Integration in den Alltag und das Erwerbsleben ebenso wenig gelingen wird wie die Aufrechterhaltung der Akzeptanz in der Bevölkerung vor Ort für die Menschen, die zu uns fliehen, was letztlich weiterhin einzig und allein Extremisten in die Hände spielt, woran uns allen nicht gelegen sein kann.“


17.04.2024