Rodungsarbeiten für die Renaturierung des Pflaumbachs
Ab Montag, den 15. Dezember 2025 finden entlang der Biebigheimer Straße in Großostheim Rodungsarbeiten statt. Sofern auch Anfang Januar die Witterung geeignet sein sollte, werden dann noch Baumfällungen entlang des derzeit gesperrten Geh- und Radwegs zwischen Pflaumheim und Wenigumstadt durchgeführt.
Im Rahmen des Baus der Ortsumgehung Pflaumheim wird der Pflaumbach im Bereich zwischen Pflaumheim und Wenigumstadt renaturiert. Die Renaturierung umfasst dabei drei Teilbereiche: vom Regenrückhaltebecken in der Biebigheimer Straße bis zur Rot-Kreuz-Brücke, von der Rot-Kreuz-Brücke bis zur aktuell temporäreren Verrohrung des Pflaumbachs sowie entlang des Geh- und Radwegs beginnend kurz hinter der Pflaumheimer Wohnbebauung in Richtung Wenigumstadt. An der Stelle der temporären Verrohrung wird später eine Brücke entstehen, unter welcher der dann renaturierte Pflaumbach hindurch führen wird.
Bevor die Renaturierung des Pflaumbachs beginnen kann, muss nun unter Beachtung des Bundesnaturschutzgesetzes das Baufeld frei gemacht werden. In den beiden erst genannten Teilbereichen an der Biebigheimer Straße werden überwiegend Schilf und niedriger Aufwuchs entfernt. Hier wurden auch im vergangenen Jahr schon Rodungsarbeiten für die Umverlegung der Gasleitung durchgeführt. Im Teilbereich entlang des Geh- und Radwegs muss eine größere Anzahl höherer Bäume entfernt werden.
Die Rodungsarbeiten finden unter Beteiligung und nach Abstimmung mit dem Naturschutz sowie einer ökologischen Baubegleitung und dem Markt Großostheim statt. Vor Beginn der Arbeiten werden die Flächen durch einen Biologen begangen und die konkrete Durchführung nochmal abgestimmt.
Die Fäll- und Rodungsarbeiten sollen spätestens bis Ende Februar 2026 abgeschlossen sein. Die eigentlichen Arbeiten zur Renaturierung des Pflaumbachs können aller Voraussicht nach dann im Juni 2026 beginnen. Die jetzt zu rodenden Bereiche werden nach Ausführung der Erdarbeiten und der Modellierung des neuen Bachbetts im Sommer 2026 wieder mit Bäumen und Sträuchern sowie einer typischen, uferbegleitenden Bepflanzung begrünt. Durch die Renaturierung des Bachbetts wird zusätzlicher Retentionsraum geschaffen, der im Falle eines Hochwassers Wasser aufnehmen kann. Die Stämme der nun zu fällenden Bäume werden später bei der Renaturierung wieder verwendet werden - etwa als Uferbefestigung - und verbleiben damit im Kreislauf.