Müllgebühren

Jeder Bürger hat eine individuelle Müllgebühr, die sich nach seiner Inanspruchnahme der Müllabfuhr richtet. Die Müllgebühr besteht aus der Grundgebühr, der Entleerungsgebühr und der Gewichtsgebühr. Nach einem Beschluß des Kreistages vom 09.12.2019 gelten ab dem 01.01.2020 neue Gebührensätze.

Grundgebühr - Restmüll:

      bis 31.12.2019 ab 01.01.2020 bis 31.12.2019 ab 01.01.2020
120 L Tonne = 4,05 € / Monat 4,50 € / Monat  48,60 € / Jahr 54,00 € / Jahr
240 L Tonne = 8,10 € / Monat 9,00 € / Monat 97,20 € / Jahr 108,00 / Jahr
660 L Container = 22,25 € / Monat 24,75 € / Monat 267,00 € / Jahr 297,00 / Jahr
1100 L Container = 37,35 € / Monat 41,25 € / Monat 448,20 € / Jahr 495,00 / Jahr


Für die Biotonne wird keine gesonderte Grundgebühr erhoben.

Entleerungsgebühr - Restmüll:

      bis 31.12.2019 ab 01.01.2020
120 L Tonne = 2,50 € / Entleerung 2,70 € / Entleerung
240 L Tonne = 2,50 € / Entleerung 2,70 € / Entleerung
660 L Container = 9,00 € / Entleerung 10,00 € / Entleerung
1100 L Container = 9,00 € / Entleerung 10,00 € / Entleerung  * Noch mehr sparen können Sie, wenn Sie nur volle Tonnen zur Entleerung bereitstellen!

 

Entleerungsgebühr - Biomüll:

      bis 31.12.2019 ab 01.01.2020
60 L Tonne = 0,45 € / Entleerung 0,50 € / Entleerung
120 L Tonne = 0,45 € / Entleerung 0,50 € / Entleerung

 

Gewichtsgebühr - Rest- und Biomüll sowie Sperrmüll: pro Kilogramm (kg) = 0,18 €  bzw. 0,25 € ab 01.01.2020


Eine Papiertonne kann von jedem an die Hausmüllabfuhr angeschlossenen Anwesen genutzt werden. Pro 120 Liter Restmülltonnenvolumen können 240 Liter Papiertonnenvolumen ohne weitere Gebühren genutzt werden.
Wer mehr Papiertonnenvolumen benötigt muss pro 240 Liter 3,00 € und pro 1100 Liter 12,50 € monatlich zuzahlen.

Alle 120 Liter und 240 Liter Tonnen sowie die 1.100 Liter Container können auch mit Schloss bestellt werden. Informationen zu den Kosten finden Sie hier.

 

Warum ist eine Anpassung der Abfallgebühren ab dem Jahr 2020 notwendig?

Die Abfallentsorgung ist eine Pflichtaufgabe des Landkreises Aschaffenburg, die als kostenrechnende Einrichtung geführt wird. Hier dürfen weder Gewinne noch Verluste erwirtschaftet, sondern lediglich die entstehenden Kosten gedeckt werden. Sollte es innerhalb des 3-jährigen Kalkulationszeitraumes zu Überschüssen kommen, werden diese vollständig im nächsten Kalkulationszeitraum kostenmindernd berücksichtigt und kommen allen Gebührenzahlern wieder zu Gute. Ebenso müssen aber auch Unterdeckungen im folgenden Kalkulationszeitraum ausgeglichen werden.

Da der bisherige Kalkulationszeitraum zum 31.12.2019 endete, war eine Neukalkulation notwendig. Nach 4 Senkungen in Folge hat die Neukalkulation der Abfallgebühren erstmals seit dem Jahr 2000 wieder eine Gebührenerhöhung von durchschnittlich 27,44% zum 01.01.2020 ergeben.

Maßgebliche Gründe für die Kostensteigerung sind die Preissteigerungen im Logistikbereich, in der Entsorgung der Abfälle und der Behandlung der Wertstoffe. Zudem sind die Erlöse für die Vermarktung der Wertstoffe teils dramatisch gefallen.

Der Landkreis Aschaffenburg vergibt Dienstleistungen im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen, bei welchen der wirtschaftlichste Bieter den Zuschlag erhält. Die Ergebnisse der Ausschreibung von Logistikdienstleistungen (z.B. Transport von Abfällen und Wertstoffen von Recyclinghöfen, Grünabfallplätzen zu Verwertungsanlagen oder Entleerung von Rest-, Bio- und Papiertonnen) haben ausnahmslos höhere Preise erbracht, da die Dienstleister Kostensteigerungen in ihren Angeboten berücksichtigt haben.

Bei der Abfallentsorgung und Wertstoffbehandlung ist der Entsorgungsmarkt auf Grund knapper Kapazitäten äußerst angespannt, was zu steigenden Preisen führt. Dies ist sowohl bei den Anlagen zur Behandlung von Restabfall als auch bei den Verwertungsanlagen für Wertstoffe, wie z.B. Biomüll, Bauschutt, Altholz und Grünabfall der Fall. Im Gegenzug sind die Erlöse für die Vermarktung von Wertstoffen wie Altpapier und Altmetall deutlich gesunken, da u.a. auf Grund von Handelsbeschränkungen ein Überangebot am Markt vorhanden ist. In der Summe ergeben sich für den Landkreis Aschaffenburg deutliche Mehrkosten für die ordnungsgemäße Erfassung und Behandlung der Abfälle sowie der Wertstoffe.

Mit den erhöhten Gebühren liegt der Landkreis Aschaffenburg immer noch im Kostenvergleich mit anderen Landkreisen und Städten auf einem niedrigen Niveau. Die Müllgebühren ab dem Jahr 2020 bewegen sich auf dem Gebührenniveau des Jahres 2002, da der Landkreis, entgegen der allgemeinen Preisentwicklung, mehrfach die Gebühren senken oder stabil halten konnte. Auf Grund der verursachergerechten Gebührenstruktur des Landkreises hat jeder Haushalt die Möglichkeit, die tatsächliche Gebührenhöhe selbst zu beeinflussen, z.B. durch die Vermeidung oder konsequentere Trennung von Abfällen oder durch den Verzicht von Entleerungen von kaum oder nur teilgefüllten Abfallbehältern.

Des Weiteren sind in den Abfallgebühren bereits zahlreiche Leistungen enthalten, für die keine weiteren Gebühren erhoben werden. Dies sind neben der Abholung von haushaltsüblichen Mengen an Wertstoffen und Elektrogroßgeräten, Kühlschränken und Monitoren über die Wertstoffabholung, die Problemabfall-, Grünabfall- und Altpapiersammlung, sowie die Förderung von Errichtung und Betrieb der Recyclinghöfe und Grünabfallsammelplätze mit der Erfassung, Abfuhr und Verwertung der dort angenommenen haushaltsüblichen Mengen an Wertstoffen, wie z.B. Altholz, Bauschutt, Grünabfällen, Elektrokleingeräten, Altpapier, Altmetall.

Aus den vorgenannten Gründen hat der Kreistag des Landkreises Aschaffenburg einer Neufassung der Müllgebührensatzung zugestimmt, die ab 01.01.2020 gültig ist. Die neuen Gebührensätze liegen bei den Grund- und Entleerungsgebühren zwischen 8% und 11,24% sowie bei der Gewichtsgebühr um 38,89% über den vorherigen Gebührensätzen liegen. Eine Gegenüberstellung der bis 31.12.2019 und der ab 01.01.2020 gültigen Gebühren finden sie vorstehend.

 

Abrechnungsverfahren

Die Erhebung der Müllgebühren erfolgt ähnlich wie bei Strom, Gas und Wasser über Abschlagszahlungen.

Zweimal jährlich wird eine Abschlagszahlung erhoben, die die Grund-, Entleerungs- und Gewichtsgebühr einschließt. Die Höhe des Abschlages wird zu Jahresbeginn mitgeteilt und richtet sich im Regelfall nach der im Vorjahr tatsächlich angefallenen Gebührenhöhe.

Am Anfang des Folgejahres wird anhand der ermittelten Daten der Verwiegung exakt abgerechnet. Die tatsächlich zu zahlende Gebühr wird mit den bereits gezahlten Abschlagszahlungen verrechnet. Guthaben werden rückvergütet, Fehlbeträge werden mit der ersten Abschlagszahlung des Folgejahres erhoben. 

Die neuen Abschlagszahlungen werden dann an die im Vorjahr tatsächlich beanspruchten Leistungen angepasst. 

Wer im Laufe des Jahres wissen möchte, welche Kosten bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt angefallen sind (um z. B. mit Mietern, die ausziehen abzurechnen), kann jederzeit von der Müllgebührenstelle eine Zwischenabrechnung, genannt Leistungsberechnung, erhalten. 

 

Erläuterungen Gebührenarten

Mit der Grundgebühr werden die Leistungen der Abfallwirtschaft finanziert, die unabhängig von der Rest- und Biomüllentsorgung anfallen, z.B. viele Wertstoffsammlungen, die Problemabfallsammlung, Recyclinghöfe sowie die Altholz- und Altmetallsammlung.
Die Gebühr orientiert sich an der Größe der Restmülltonne. Die Nutzung der Biotonne hat keinen Einfluss auf die Höhe der Grundgebühr, denn für sie wird keine gesonderte Grundgebühr erhoben. 

Die Entleerungsgebühr wird immer dann erhoben, wenn die Tonne geleert wird. Daher wird die Tonne nur dann geleert, wenn sie eindeutig zur Leerung bereitgestellt wurde. Seit Januar 2002 müssen alle Abfallgefäße bereits ab 6:00 Uhr gut sichtbar an einer anfahrbaren Stelle zur Leerung bereitgestellt werden. Nur so lassen sich die umfangreichen täglichen Entsorgungstouren auch bei dem erhöhten Verkehrsaufkommen und den dadurch bedingten längeren Fahrzeiten bewältigen.
Die Gebührenhöhe ist abhängig von der Tonnengröße und -art. Eine Mindestanzahl an Leerungen ist nicht vorgeschrieben. 

Die Gewichtsgebühr wird pro Kilogramm Rest- oder Biomüll berechnet. Sollte eine Tonne nicht vollständig geleert werden können, wird nur der Anteil berechnet, der tatsächlich ins Sammelfahrzeug abgekippt wurde. Sollten Sie mehrere Grundstücke besitzen, so erhalten Sie für jedes einen separaten Bescheid. Jede Tonne, die auf dem jeweiligen Grundstück steht, ist unter Angabe der Deckelnummer mit der Anzahl der registrierten Leerungen, dem Abfallgewicht und der hieraus resultierenden Gesamtgebühr aufgelistet.
Die Aufteilung der Gesamtgebühr auf die einzelnen Mietparteien eines Grundstückes erfolgt durch den Hauseigentümer. Er muss daher wissen, welche Tonnen von der jeweiligen Mietpartei genutzt werden. 

Übrigens: Die Mülltonnen können verschlossen zur Leerung bereitgestellt werden. Sie werden am Fahrzeug automatisch geöffnet und sind nach der Leerung wieder verschlossen. Bitte lassen Sie die Schlüssel am Abfuhrtag nicht im Schloss stecken, da dies beim Leerungsvorgang zu Schäden am Schloss führen kann.

Kontakte

Abfallwirtschaft
Telefon: 06021/394-396
Telefax: 06021/394-944
Abfallwirtschaft@Lra-ab.bayern.de

Ansprechpartner

Formulare

Hier finden Sie die Anträge, Merkblätter und Formulare der einzelnen Sachgebiete.

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