Enge Kontaktpersonen

 

Wer gilt als "enge Kontaktperson"?
 

Werde ich vom Gesundheitsamt kontaktiert? Was soll ich tun, wenn ich Kontakt zu einer Infizierten Person hatte?

 

Wer gilt als „enge Kontaktperson“?

"Enge Kontaktpersonen" sind Personen, die engen Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall – in dessen ansteckendem Zeitraum – hatten. Eine Ansteckungsgefahr besteht in folgenden Zeiträumen:

  • bereits innerhalb von 2 Tagen vor dem Symptombeginn der infizierten Person,
  • während der gesamten Zeit, in der die infizierte Person Krankheitszeichen zeigt, und auch 
  • innerhalb von 2 Tagen vor Abnahme (Abstrich) des positiven Tests bei der infizierten Person, falls diese keine Krankheitszeichen zeigt.
     

Die Ansteckungsgefahr besteht so lange, bis die infizierte Person aus der Isolation entlassen ist.

Ein „enger Kontakt“ ist zum Beispiel wenn der Abstand untereinander über mehr als 10 Minuten weniger als 1,5 Meter betrug und weder die infizierte Person noch ihre Kontaktpersonen durchgehend und korrekt eine medizinische Gesichtsmaske oder eine FFP2-Maske getragen haben.
Gespräche zwischen infizierter Person und Kontaktperson gilt zudem – unabhängig von der länge des Gesprächs – immer als „enger Kontakt“, wenn nicht beide korrekt eine Maske getragen haben.
Eine Definition enger Kontaktpersonen finden Sie auf der Seite des RKI (Punkt 3.1.).
Die Einzelfallentscheidung liegt in jedem Fall beim zuständigen Gesundheitsamt.
 

Werde ich vom Gesundheitsamt kontaktiert?

Solange keine Krankheitszeichen auftreten und die ggf. durchgeführten Corona-Tests negativ sind, besteht keine Quarantänepflicht. Entwickelt eine Kontaktperson innerhalb von 14 Tagen ab dem letzten relevanten Kontakt zu der infizierten Person Symptome, dann wird eine freiwillige Quarantäne und eine zeitnahe PCR-Testung dringend nahegelegt. In diesem Fall ist außerdem das zuständige Gesundheitsamt unverzüglich zu informieren.

 

Wie sollten sich Personen mit Kontakt zu einer Infizierten Person verhalten?

Wer Kontakt mit einer infizierten Person in einem Zeitraum hatte, in dem eine Ansteckungsgefahr bestand, sollte Folgendes beachten:

  • Kontakt zu anderen Personen einschränken, vor allem zu Risikopersonen, die gefährdet sind, schwer an COVID-19 zu erkranken.
  • AHA+L-Formel beachten: Abstand wahren, Hygieneregeln berücksichtigen, im Alltag Maske tragen (höchste Sicherheit bietet eine FFP2-Maske!) und lüften.
  • Regelmäßig testen: Selbsttest mit eigenständig beschafften Tests oder im Rahmen von Testmöglichkeiten in Betrieben. 
  • Selbstbeobachtung für 14 Tage: Insgesamt zwei Wochen nach dem letzten Kontakt zur infizierten Person auf Corona-spezifische Symptome achten.
  • Falls Krankheitszeichen auftreten: Unverzüglich Selbstisolation, ärztliche Abklärung und Mitteilung an das zuständige Gesundheitsamt.


Diese Verhaltensregeln sollten auch genesene, geimpfte und geboosterte Personen berücksichtigen. Sie haben im Vergleich zu Ungeimpften zwar ein viel geringeres Risiko, sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anzustecken. Allerdings ist der Schutz nicht hundertprozentig, so dass Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Menschen in der Umgebung dennoch sinnvoll sind. Sollte es bei Geimpften zu einer Infektion kommen, so verläuft diese in der Regel mild; das Risiko von Komplikationen ist deutlich geringer als bei nicht geimpften Menschen.