Vollstationäre Pflege
Vollstationäre Pflege
Wenn die Versorgung und Betreuung zuhause nicht möglich ist, kann ein Umzug in eine vollstationäre Pflegeeinrichtung eine Lösung sein. Voraussetzung ist das Vorliegen von mindestens Pflegegrad 2. Die Aufwendungen für die Versorgung im Pflegeheim werden von den Pflegekassen als pauschale Leistungsbeträge erbracht.
Die Kosten für eine Versorgung in der vollstationären Einrichtung setzen sich aus folgenden Teilbereichen zusammen:
Zuschuss von der Pflegekasse:
- Pflege- und Betreuungskosten: Pflege, soziale Betreuung und medizinische Behandlungspflege (Pflegesatz)
Eigenanteil – selbst zu zahlen:
- einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (unabhängig vom Pflegegrad)
- Unterkunfts- und Verpflegungskosten: Nahrung, Hauswirtschaft, Verbrauchskosten
- Ausbildungsumlage: Anteil Fonds zur Ausbildung von Pflegefachpersonen
- Investitionskosten: Kosten in Zusammenhang mit Um- und Ausbau, Anschaffung, ggf. Gebäudemiete und Instandsetzung
- Komfort- und Zusatzleistungen
Seit 01.01.22 wird der Eigenanteil mit zunehmender Dauer der vollstationären Pflege verringert (im ersten Jahr um 5%, im zweiten Jahr um 25%, im dritten Jahr um 45% und danach um 79%).
Die Kosten für die Pflege sind fast immer höher als die Leistungen der Pflegekassen. Reicht das eigene Vermögen (z.B. Rente, Einkünfte) nicht aus, um die Kosten zu begleichen, kann beim Sozialamt Hilfe zur Pflege beantragt werden.