Fahrerlaubnis erstmals beantragen

Die Antragstellung kann bei der Fahrerlaubnisbehörde des Landratsamtes oder bei Ihrer Fahrschule erfolgen. Bei erstmaligem Erwerb einer Fahrerlaubnis wird diese auf Probe erteilt. Die Regelprobezeit beträgt zwei Jahre.

Eine Ausnahme besteht bei den Fahrerlaubnisklassen AM, L und T, welche ohne Probezeit erteilt werden.

Wenn Sie von der Möglichkeit "Begleitetes Fahren mit 17 Jahren" Gebrauch machen möchten, ist die Information dieser Seite nicht zutreffend. Informieren Sie sich bitte über die spezielle Informationsseite "Begleites Fahren mit 17 Jahren".

 

Erforderliche Unterlagen

Für die Fahrerlaubnis der Klassen A, A2, A1, AM, B, BE, L oder T:

  • 1 biometrisches Lichtbild neuen Datums ohne Kopfbedeckung (35 x 45 mm)
  • Nachweis über die Schulung in Erster Hilfe
  • Sehtestbescheinigung eines Augenoptikers oder eines Augenarztes (bei Antragstellung nicht älter als 2 Jahre)

 

Für die Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C oder CE:

  • 1 biometrisches Lichtbild neuen Datums ohne Kopfbedeckung (35 x 45 mm)
  • Nachweis über die Schulung in Erster Hilfe
  • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung des Sehvermögens (bei Antragstellung nicht älter als 2 Jahre)
  • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung (bei Antragstellung nicht älter als 1 Jahr)
  • ggf. Bescheinigung über die (beschleunigte) Grundqualifikation bzw. Weiterbildung nach § 4 BKrFQG bei gewerblicher Güter- oder Personenbeförderung

 

Für die Farerlaubnis der Klassen D1, D1E, D oder DE:

  • 1 biometrisches Lichtbild neuen Datums ohne Kopfbedeckung (35 x 45 mm)
  • Nachweis über die Schulung in Erster Hilfe
  • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung des Sehvermögens (bei Antragstellung nicht älter als 2 Jahre)
  • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung (bei Antragstellung nicht älter als 1 Jahr)
  • Gutachten (MPU - medizinisch-psychometrische Untersuchung) eines Arbeits- oder Betriebsmediziners oder wahlweise einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung
  • aktuelles, erweitertes Führungszeugnis (ist auf der Wohnsitzgemeinde zu beantragen)
  • ggf. Bescheinigung über die (beschleunigte) Grundqualifikation bzw. Weiterbildung nach § 4 BKrFQG bei gewerblicher Güter- oder Personenbeförderung

 

Kosten
  • 38,80 Euro (ohne Probezeit)
  • 39,60 Euro (mit Probezeit)
  • ggf. zuzüglich 28,60 Euro für die Eintragung der Berechtigung als Berufskraftfahrer (Schlüsselzahl 95)

 

Eine Erteilung einer Fahrerlaubnis vor Erreichen des Mindestalters ist nur unter speziellen Voraussetzungen möglich. Generell ist hieran jedoch ein strenger Maßstab anzulegen. Für Informationen zu einer vorzeitigen Erteilung einer Fahrerlaubnis beachten Sie bitte unser Informationsblatt "Voraussetzungen für eine vorzeitige Erteilung einer Fahrerlaubnis der Klasse B".

 

Roller-Führerschein mit 15 Jahren (AM15)

Seit Anfang November 2020 besteht die Möglichkeit, dass Jugendliche bereits ab 15 Jahren die Erlaubnis zum Führen von Kleinkrafträdern der Klasse AM, also den Mopedführerschein (max. 50 ccm), im Einzelfall erhalten können. Der Antrag kann frühestens 6 Monate vor dem Erreichen des Mindestalters von 15 Jahren und nur mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter gestellt werden.

Um die Fahrerlaubnis der Klasse AM schon mit 15 erwerben zu dürfen, müssen die Jugendlichen allerdings entsprechende Voraussetzungen erfüllen. Eine automatische Zulassung scheidet aus.

Die Bewerber müssen

  • einen entsprechenden individuellen Bedarf (z. B. Fahrten zur Schule / Ausbildungsstätte; belegbare Aktivitäten in Vereinen) nachweisen (es ist zu berücksichtigen, dass die Wartezeit z. B. durch Aufgabenerledigung / Lernen in den Räumen der Schule überbrückt werden kann)
  • keinen angemessenen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln haben (Nachweis über persönlichen Fahrplan, der tägliche zeitliche Mehraufwand gegenüber der Nutzung eines Fahrzeugs der Klasse AM muss über 2 Stunden liegen, Härtefallsituation an mind. 3 Tagen je Woche)
  • belegen, dass die Wege für alternative Fortbewegungsmittel - wie z. B. das Fahrrad, E-Bike, Mofa - zu weit sind
  • die notwendige Reife besitzen, welche die Erziehungsberechtigten feststellen und hierfür bürgen

 

Einen entsprechenden Antrag erhalten Sie auf Anfrage von der für Sie zuständigen Fahrerlaubnisbehörde. Diesem Antrag, der ebenfalls von den Sorgeberechtigten zu unterschreiben ist, sind Nachweise über die Notwendigkeit der Fahrten zu den jeweiligen Orten beizufügen bzw. diese Fahrten ausführlich zu begründen. Diese Darlegungs- und Nachweispflicht besteht in jedem Fall und ist z. B. durch Vorlage von Bestätigungen, Ausbildungsverträgen, Mitgliedbescheinigungen oder individuellen Nachweisen erbracht werden.

Die Erklärung der Sorgeberechtigten über die notwendige Verkehrsreife und den Ausschluss einer pubertätsbedingten Reifeverzögerung ist in den Antrag eingearbeitet und muss nicht gesondert abgegeben werden.

Erst wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen kann geprüft werden, ob die Ausnahme gewährt werden kann. Die Nutzung der Ausnahmegenehmigung ist auf einen Umkreis von 35 km um den Wohnort oder darüber hinaus auf bestimmte Streckenabschnitte oder Bereiche bzw. Tätigkeiten beschränkt.

Die Bearbeitungsgebühr beträgt 50,00 € (auch bei Ablehnung). Hinzu kommen im späteren Verlauf noch die Gebühren für die reguläre Führerscheinbearbeitung.

Kontakte

Mainaschaff
Telefon: 06021/394-700
Telefax: 06021/394-746
Fuehrerscheinstelle-MFF@lra-ab.bayern.de

Ansprechpartner Mainaschaff

Alzenau
Telefon: 06021/394-800
Telefax: 06021/394-911
Fuehrerscheinstelle-ALZ@Lra-ab.bayern.de

Ansprechpartner Alzenau

Formulare

Hier finden Sie die Anträge, Merkblätter und Formulare der einzelnen Bereiche:

Führerscheinstelle

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