Biomüllabfuhr in den warmen Monaten

Wie in jedem Jahr stellt der Landkreis Aschaffenburg die Abfuhr der Biomülltonnen für die warmen Monate Juni, Juli und August von einer zweiwöchigen auf eine wöchentliche Leerung um. Damit sollen vor allem unangenehme Gerüche und die Bildung von Maden oder Fliegenlarven verhindert werden.

Wer selbst dazu beitragen möchte, die Biotonne möglichst lang frisch zu halten, kann folgende Tipps beachten:

  • Stellt man die Biotonne an einen schattigen Standort, verlangsamt das die Zersetzung.
  • Tropft man Küchenabfälle vorher ab, reduziert das die Feuchtigkeit in der Tonne.
  • Geknülltes Zeitungspapier oder zerkleinerte Eierkartons am Boden der Tonne können Feuchtigkeit binden.
  • Zitrusschalen, Lavendelöl oder auch Essigbeugen Fliegen und deren Maden vor.

Zudem sollten wirklich nur Bioabfälle darin entsorgt werden und insbesondere keine Windeln, kein Glas und auch keine kompostierbaren Plastiktüten. Die im Handel erhältlichen und als „kompostierbar“ ausgewiesenen Plastikbeutel zersetzen sich unter Optimalbedingungen erst nach knapp drei Monaten vollständig. In den typischen Vergärungsanlagen dauert der Vergärungsprozess aber nur 21 Tage an - so auch bei der Gesellschaft für Bioabfallwirtschaft in Landkreis und Stadt Aschaffenburg, kurz GBAB. Dabei können die Bioplastikbeutel nicht vollständig zersetzt werden, worunter die Qualität des erzeugten Komposts leidet. Zudem kann lediglich aus demjenigen Biomüll Wärme und Strom erzeugt werden, welcher ohne Störstoffe ist. Jährlich können so etwa 1,4 Millionen Kubikmeter Biomethangas erzeugt werden, womit mehr als 750 Vier-Personen-Haushalte mit elektrischer Energie versorgt werden können.