Juli-Update zur Ortsumgehung Pflaumheim
Entsprechend dem vorgesehenen Zeitplan konnten die Arbeiten an der Ortsumgehung Pflaumheim auch im Juli weiter gut fortschreiten.
Die Herstellung der Widerlager für die Brücke über den Mühlbach befindet sich in den letzten Zügen. Die beiden Wiederlager für das Brückenbauwerk auf Höhe des Gipfelkreuzes zur Überführung des landwirtschaftlichen Verkehrs konnten bereits fertig betoniert werden. An der Brücke über den Pflaumbach mitsamt dem späteren Geh- und Radweg wird derzeit das Tragegerüst vorbereitet, um die Brückenoberfläche zwischen den Widerlagern und den Stützpfeilern betonieren zu können. Während der Betonarbeiten hält das Traggerüst die Schalung. Die Schalungsarbeiten können derzeit nur in der Zeit von 6:00 Uhr bis 14:00 Uhr stattfinden, da die Schaltafeln und Bewehrungseisen bei der Hitze nicht verarbeitet werden können.
Für die Renaturierung des Pflaumbachs stehen aktuell noch letzte Mäharbeiten im Bereich der Biebigheimer Straße an. Zuvor hatte ein Biologe kontrolliert, dass wirklich keine Tiere beeinträchtigt sein werden. Die Renaturierung wird sich in drei Teilabschnitten gliedern. Im August beginnen die ersten Erdarbeiten im Bereich des alten Geh- und Radwegs am Welzbachring. Im zweiten Ausführungsabschnitt erfolgt die Renaturierung im Bereich entlang der Biebigheimer Straße. Hierzu wird der Pflaumbach ab der dortigen Wehr temporär über den Mühlbach umgeleitet, um nicht im fließenden Wasser zu arbeiten. Auf Grund der anhaltenden, trockenen Witterung führt der Pflaumbach von der hessischen Grenze kommend aktuell nur sehr wenig Wasser. Für den Fall eines Hochwassers wäre aber die Notentlastung über den alten Pflaumbach vorgesehen. Die Umleitung des Pflaumbachs wird durch biologisches Fachpersonal ökologisch begleitet. Die umzuleitenden Bachbereiche werden in Absprache mit Fischereibehörde in der ersten Augustwoche auf Fischbesatz geprüft und abgefischt. Die entnommenen Fische werden dann wieder in den Pflaumbach eingesetzt. Die Renaturierung wird einerseits eine ökologische Aufwertung bewirken und damit auch als Ausgleichsmaßnahme für unvermeidbare Eingriffe in die Natur an anderer Stelle dienen. Andererseits wird damit auch der Retentionsraum verbessert - also derjenige Teil, der geflutet werden kann und damit den Hochwasserschutz verstärkt.
Auch derzeit kommt es an der Baustelle immer wieder dazu, dass Absperrungen unberechtigter Weise geöffnet oder komplett bei Seite geschoben werden. Durch diesen gefährlichen Eingriff kommen immer wieder auch Menschen zu Fuß oder per Fahrrad auf die Baustelle, was wiederum zu riskanten Situationen führt - insbesondere in den Bereichen der entstehenden Brückenbauwerke, wo sich Baukräne bewegen, Baumaschinen rangieren und offene Baugruben bestehen. Nicht allein im Sinne der Gesetzmäßigkeit, sondern konkret zum Schutz von Menschenleben gilt daher der dringende Appell, gefährliche Eingriffe in den Verkehr durch das Verschieben und Öffnen von Absperrungen zu unterlassen und die Baustelle nicht zu betreten oder zu befahren.