Landkreis Aschaffenburg bleibt Fairtrade-Town

Der Titel des Landkreises Aschaffenburg als Fairtrade-Town wurde nach der erstmaligen Auszeichnung im Jahr 2018 und dreimaliger Verlängerung nun zum vierten Mal um weitere zwei Jahre verlängert.

Der Landkreis engagiert sich auf vielfältige Weise für mehr Gerechtigkeit im weltweiten Handel. In den vergangenen Jahren wurden wieder verschiedene Projekte im Landkreis umgesetzt und neue Angebote geschaffen. Hierzu zählen Aktionen wie „Kokos statt Torf“, eine Kampagne für Hobbygärtnerinnen und -gärtner, die fair gehandelte Kokoserde als nachhaltige Alternative zu Torf bewirbt, oder die Plakatkampagne „Der Landkreis schenkt fair“, um Konsumentinnen und Konsumenten auf faire, regionale Weihnachtsgeschenke aufmerksam zu machen. Unter dem Motto „Der Landkreis spielt fair“ wurde zum dritten Mal in Folge der traditionelle Behörden-Cup mit fair produzierten und gehandelten Fußbällen ausgetragen. Darüber hinaus stellt der Landkreis Sportvereinen und Schulen faire Bälle zum Ausprobieren und Testen zur Verfügung.

Zahlreiche Schulen im Landkreis engagieren sich als zertifizierte Fairtrade-Schools oder über gemeinsame Aktionstage aktiv für den fairen Handel. Im Herbst 2025 nahmen Schulen aus dem Landkreis am ersten Aschaffenburger Fairtrade-Tag für Schulen teil, der gemeinsam von der Stadt Aschaffenburg, dem Weltladen Aschaffenburg und dem Martinushaus organisiert wurde. In verschiedenen Workshops lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer globale Zusammenhänge kennen, während Lehrkräfte sich in Austauschrunden vernetzen und neue Projektideen sammeln konnten. Gut angenommen werden auch die Bildungsangebote für Schulklassen wie „Zero Waste – ein Konsumumdenken bei Kunststoff, Papier und Kleidung“ oder „Fair gehandelt – Schokoladenwerkstatt“. Ein Jahres-Highlight für die Weltläden, Aktionsgruppen sowie Akteurinnen und Akteure ist die „Faire Woche“, die jedes Jahr im September stattfindet. Im Landkreis begleiten die Weltläden und viele weitere Einrichtungen und Organisationen die Aktionswoche mit Informationsständen, Verkostungen oder speziellen Events, wie Vorträgen, Filmvorführungen, Lesungen und Ausstellungen. Kirchen und Gemeinden engagieren sich mit thematischen Gottesdiensten oder fairen Frühstücken. Gastronomie und Supermärkte bieten faire Produkte an oder machen darauf aufmerksam.

Die Steuerungsgruppe des Fairtrade-Landkreises Aschaffenburg unterstützt Gemeinden bei ihren Bestrebungen auf dem Weg zur Fairtrade-Town.

Zahlreiche Fairtrade-Partnerinnen und -Partner finden sich bereits im Landkreis Aschaffenburg; darunter viele Einzelhandlungen, Cafés, Restaurants, Kirchengemeinden, Vereine und Schulen. Wer Interesse hat oder auch selbst aktiv werden möchte, kann sich auf www.fairtrade-ab.de informieren und sich unter fairtrade@Lra-ab.bayern.de melden.

„Ich freue mich, dass nach über acht Jahren seit unserer erstmaligen Auszeichnung als Fairtrade-Landkreis die von Beginn an spürbare Begeisterung und das ebenso von Beginn an gezeigte und vorbildliche Engagement fortbesteht. Die Verlängerung des Titels belegt den hervorragenden Einsatz der Steuerungsgruppe und aller für den Erfolg verantwortlichen Akteurinnen und Akteure und bleibt uns zugleich Ansporn für die Zukunft.“, so Landrat Dr. Alexander Legler.

Die Fairtrade-Towns-Kampagne mit seinem Leitgedanken „global denken, lokal handeln“ ist eine hervorragende Ergänzung im großen Engagement des Landkreises für die 17 Ziele der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung. Neben dem weltweit fairen Handel setzt sich der Landkreis beispielsweise als Gesundheitsregionplus in besonderem Maße für das Ziel „Gesundheit und Wohlergehen“ ein; als Öko-Modellregion ganz besonders für das Ziel „Nachhaltiger Konsum und Produktion“; oder beispielsweise als Gesellschafter des Energiewerks ELA für das Ziel „Bezahlbare und saubere Energie“.

Der Landkreis Aschaffenburg ist eine von über 940 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Gebietskörperschaften in insgesamt 36 Ländern.