Rückblick auf die Investitionen in den Sommerferien
Auch in diesem Jahr hat der Landkreis Aschaffenburg die Sommerferien intensiv genutzt, um sowohl in den Erhalt seines verkehrssicheren und leistungsstarken Straßennetzes zu investieren, als auch die Schulgebäude seiner zukunftsorientierten Bildungslandschaft baulich zu pflegen. Neben vielen kleineren Instandsetzungen konnten in diesem Zeitraum elf größere Projekte an Landkreisschulen sowie vier Baumaßnahmen auf Kreisstraßen gelingen.
An der Edith-Stein-Schule in Alzenau wurden 200.000 Euro investiert, um die 37 Jahre alte Heizkesselanlage zu modernisieren. Mit weiteren 130.000 Euro konnte ein Besprechungsraum zu einem Chemie-Vorbereitungsraum mit Laboreinrichtung umgebaut werden. Die Ausstattung der Schulküchen mit neuem Bodenbelag, neuen Installationen und neuer Kücheneinrichtung hat rund 90.000 Euro in Anspruch genommen. Und mit einem Budget von 15.000 Euro konnte ein EDV-Raum mit neuem Decken- und Bodenbelag sowie neuen Installationen modernisiert werden.
Am Spessart-Gymnasium in Alzenau wurden ebenfalls 15.000 Euro investiert, um die Bodenbeläge in gleich mehreren Klassenräumen zu erneuern. Mit rund 70.000 Euro ist es gelungen, in den naturwissenschaftlichen Bereichen auf LED-Beleuchtung umzurüsten beziehungsweise entsprechend umzubauen.
Gleiches gilt für den Gebäudeteil J am Schulzentrum in Hösbach. Zudem wurde dort im Pavillon 2 der Bodenbelag ausgetauscht, was etwa 80.000 Euro in Anspruch genommen hat.
Auch in der Pestalozzi-Schule in Hösbach wurden die Bodenbeläge in verschiedenen Klassenzimmern erneuert, worin 15.000 Euro investiert wurden. Mit einem Budget von 130.000 Euro wurde zudem die Gebäudeleittechnik in gleich mehreren Abschnitten modernisiert.
An der Realschule in Großostheim hat der Landkreis 35.000 Euro investiert, um eine überdachte Fahrradabstellanlage zu errichten.
Neben diesen 850.000 Euro für größere Projekte an den Schulgebäuden wurden etwa 750.000 Euro investiert, um 30.200 Quadratmeter Fahrbahnoberfläche auf rund 4,6 Kilometern der Kreisstraßen zu erneuern - mitsamt Fahrbahnmarkierungen, Leiteinrichtungen und Banketten.
Auf einer Länge von 860 Metern wurde auf der AB 4 - namentlich der Aschaffenburger Straße - in Waldaschaff ein Dünnschichtbelag im Kalteinbau hergestellt, um die Straße erhalten zu können, bis die Ortsdurchfahrt final ausgebaut wird. Für die Arbeiten wurde die Sperrung mitgenutzt, die für den Gebäudeabriss durch die Gemeinde eingerichtet worden war.
Auch auf der Kreisstraße AB 2 wurden 2.460 Meter der Fahrbahndecke vom Engländer in Richtung Wiesen erneuert.
In Großostheim waren während der Frostperiode sehr viele Fehlstellen in der Fahrbahnoberfläche der Kreisstraße AB 3 entstanden, die sich künftig noch verstärkt hätten. Daher wurde die Fahrbahndecke vom Feuerwehrhaus bis zum Ortseingang auf einer Länge von 430 Metern saniert.
Darüber hinaus konnten 855 Meter der Kreisstraße AB 16 bei Stockstadt am Main erneuert werden - beginnend nördlich des Kreuzungsbereichs mit der Bundesstraße B 26 bis zur Landkreisgrenze in Richtung Nilkheim.
Rechtzeitige Deckensanierungen - auch bei nur partiellen Fahrbahnschäden - verbessern nicht nur spürbar die Straßenqualität und Fahrsicherheit, sondern sind auch die wirtschaftlichste Lösung, da sie verhindern, dass der Straßenunterbau langfristigen Schaden nimmt. Dies hätte nämlich geld- und zeitintensivere Maßnahmen zur Folge.
Das Ausbauprogramm wird sorgfältig auf der Grundlage der fortlaufenden Straßenzustandserfassung erarbeitet. Da die Arbeiten besonders witterungsabhängig sind, bieten sie sich gerade die Sommerferien mit ihrem beständig warmen und trockenen Wetter an. Zudem ist das Verkehrsaufkommen geringer und der Schulverkehr wird nicht beeinträchtigt. Während eine Vollsperrung selbstverständlich dennoch eine kurzfristige Beeinträchtigung mit Umwegen und zusätzlicher Fahrzeit bedeutet, sind sie auf Grund der schmalen Fahrbahnbreiten arbeitsschutzrechtlich nicht anders möglich. Zudem trägt die beidseitige Sperrung zu einer kürzestmöglichen Sperrzeit sowie zur Straßenqualität bei, da die Fahrbahndecke schlussendlich weder Fugen noch Nähte aufweist.
Parallel zu den vier genannten Sommerferien-Baustellen auf Kreisstraßen, liefen auch die übrigen Baustellen weiter: die Ortsumgehung Pflaumheim sowie die Ortsdurchfahrten Daxberg und Westerngrund, der Ausbau zwischen Schöllkrippen und Vormwald mitsamt Radweg sowie der Kreisverkehr zwischen Hösbach-Bahnhof und Sailauf-Weyberhöfe.
Der Landkreis Aschaffenburg ist Sachaufwandsträger für alle Kreisstraßen sowie für die Gymnasien, Real-, Förder- und berufsbildenden Schulen. Nicht in seine Trägerschaft fallen die Gemeinde-, Staats- und Bundesstraßen sowie die Grund- und Mittelschulen.