Suchtpräventionsstelle für Jugendliche beschlossen
Das Landratsamt wird eine Suchtpräventionsstelle für Kinder und Jugendliche einrichten. Das hat der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am 11. Juni 2026 einstimmig beschlossen. Angesiedelt wird die Präventionsstelle beim Jugendamt und ergänzt damit das bereits breit aufgestellte Unterstützungs- und Hilfsangebot für Kinder, Jugendliche und Familien um einen weiteren Aspekt.
Zum einen soll damit dem bestehenden Bedarf nach Präventionsarbeit explizit für Kinder und Jugendliche begegnet werden. Sie wird daher als Erstkontaktstelle mit Lotsenfunktion dienen, um zu klären, ob und welcher Hilfebedarf besteht, sowie an entsprechende Fachstellen weitervermitteln. Insoweit übernimmt die Präventionsstelle in erster Linie eine koordinierende Funktion. Durch diese zielgenaue Vermittlung wird die bestehende Expertise der Beratungslandschaft in der Region genutzt. Für Jugendliche, bei denen ein Suchtpotential bereits zur Sucht geworden ist, steht dem Landkreis für den Beratungsanteil ein entsprechendes Kontingent in der Suchtberatungsstelle der Caritas zur Verfügung, die in der Beratung Erwachsener bereits umfassende Erfahrung mitbringt.
Zum anderen gewinnt der Landkreis aus der Pilotphase der Präventionsstelle einen umfassenden Überblick über die aktuellen Bedarfe der Zielgruppe, um damit die Suchtberatung und Suchtprävention auch in Zukunft passgenau weiterentwickeln zu können, „solange sich der Staat seiner Verantwortung dafür sowohl personell als auch finanziell entzieht“, wie es Landrat Dr. Alexander Legler ausdrücklich bedauert. „Erneut muss die kommunale Familie einspringen, um der Zukunft unseres Landes in einer weiteren möglichen Problemlage beizustehen. Auch wenn wir weiterhin den Staat hierbei in der Verantwortung sehen, stellen wir uns erneut unserer Verantwortung für unseren Nachwuchs, den wir schließlich nicht alleine lassen können, dürfen und wollen.“
Darüber hinaus wird die Präventionsstelle auch durch ihre Netzwerkarbeit die Suchtpräventionsarbeit und die Suchtberatung in der Region bereichern.
Landrat Dr. Alexander Legler unterstreicht die Bedeutung der Stelle: „Mit der Präventionsstelle begleiten wir die Themen rund um Süchte ganzheitlich. Wir setzen auf neue Weise frühzeitig an, um vorzubeugen, dass ein Hilfebedarf überhaupt erst entsteht. Schließlich stehen wir auch im Fall der Fälle mit passgenauen Vermittlungs- und Beratungsangeboten jungen Menschen helfend und unterstützend zur Seite. Insgesamt stärken wir damit unser breites Spektrum an Hilfs- und Unterstützungsangeboten unseres Jugendamtes als verlässlicher und professioneller Dienstleister für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien.“