Neues Tempolimit und Rüttelstreifen für mehr Verkehrssicherheit zwischen Laufach - Kreuzung „Siebenwege“ und Sailauf - Engländerhaus

Als ein Ergebnis aus dem runden Tisch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr speziell mit Blick auf Motorradfahrerinnen und -fahrer sollen in dieser Woche nun Rüttelstreifen im Bereich zwischen Laufach-Hain und der Kreuzung „Siebenwege“ aufgebracht werden. Verbunden wird damit eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 Kilometer pro Stunde. In gleicher Weise werden Rüttelstreifen auch im Zuge der Kreisstraße AB 2 zwischen Sailauf und dem Engländerhaus - also der Kreuzung nach Jakobsthal beziehungsweise Vormwald - aufgebracht. Aufgrund der Markierungsarbeiten kann es hier zu kurzzeitigen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Grund für das Anbringen der Rüttelstreifen ist das seit über zwei Jahrzehnten bestehende Unfallgeschehen auf diesen beiden Strecken. Die in den vergangenen Jahren im Zuge der Bundesstraße 26 durchgeführten Maßnahmen, wie beispielsweise die komplette Erneuerung des Fahrbahnbelages, das Freischneiden der Seitenräume, das Schließen von Parkbuchten, das Anbringen von Leitplanken inklusive Unterfahrschutz sowie die Geschwindigkeitsreduzierung auf 60 Kilometern pro Stunde haben zu keiner nachhaltigen Verringerung der Unfallzahlen geführt. Vielmehr kam es im vergangenen Jahr zu einer erneuten Zunahme der Unfälle.

Auf der Kreisstraße AB 2 ist die Lage vergleichbar. Auch hier haben umfangreiche Maßnahmen zur Vermeidung von Motorradunfällen nur bedingt Wirkung gezeigt. Das Unfallgeschehen ist auch dort insbesondere an der Kurve am Parkplatz „Am Schwaben Heiligen“ seit vielen Jahren auffällig.

Das Anbringen von Rüttelstreifen in Verbindung mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung hat sich bereits in vergleichbaren Fällen in anderen unterfränkischen Landkreisen bewährt.

Landrat Dr. Alexander Legler hatte Ende 2025 unter anderem auch auf Anregung der Landkreiskommunen hin einen behördenübergreifenden, runden Tisch initiiert, der sich mit der Sicherheit im Straßenverkehr speziell mit Blick auf Motorradfahrerinnen und -fahrer beschäftigt und gleichzeitig mit dem durch Motorräder verursachten Lärm, vor allem auf dem Rundkurs zwischen Laufach, Heigenbrücken, Jakobsthal und Sailauf mit seinen Zubringern aus Wiesen und Vormwald. Diese Strecke wird immer wieder auch für Zeitmessungen und Filmaufnahmen in einer Art von „Wettbewerb“ genutzt, was wiederum immer wieder zu massiven Lärmbelästigungen für die betroffenen Anliegerinnen und Anlieger führt.

Beteiligte sind das staatliche Bauamt Aschaffenburg, das Polizeipräsidium Unterfranken, die Aschaffenburger und Alzenauer Polizei, die Kreisbrandinspektion, die Verkehrswacht, die Regierung von Unterfranken, die Staatsanwaltschaft sowie auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der am zentral von Lärm betroffenen Landkreisgemeinden. Auch verschiedene Fachstellen des Landratsamts haben sich eingebracht - darunter die Tiefbauverwaltung und das Straßenverkehrswesen.

14.04.2026