AB in die Natur


Um was geht's?
 
Infos zum
Vorgarten-Wettbewerb
Arten von Vorgärten


Bewertung und Tipps
zur Umsetzung

Mit diesem Projekt möchten wir Anreize in der Bevölkerung schaffen, versiegelte Flächen zu (teil-)entsiegeln und dementsprechend naturnah und grün zu gestalten. In Form eines landkreisweiten Wettbewerbs sollen graue Schotterwüsten den grünen Gärten weichen. Teilnehmen dürfen alle Bürgerinnen und Bürger sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Landkreis, die durch die Umgestaltung einer grauen Fläche hin zu einem grünen und ökologisch wertvollen Vorgarten einen bedeutenden Beitrag zum lokalen Klima-, Umwelt- und Insektenschutz leisten wollen. Zu gewinnen gibt es neben einem Zuschuss für die Herstellungskosten auch die alltägliche Freude an der eigens gestalteten grünen Oase.

Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Flyer: Vorgarten-Wettbewerb

Um was geht’s?

Von grau zu grün naturnah und wertvoll

Was?

▪ Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz
▪ Sensibilisierung für die große Bedeutung eines funktionierenden Ökosystems im eigenen Garten
▪ Beenden des umweltunfreundlichen Trends der Verschotterung in Vorgärten
▪ Umgestaltung versiegelter Flächen („Schottergarten“) zu entsiegelten und ökologisch wertvollen, naturnahen Vorgärten („Grüner Naturgarten“)
▪ Prämierung der am besten umgesetzten Vorgartenprojekte durch eine Fach-Jury

Nutzen Sie die Möglichkeit, nehmen Sie an dem Vorgarten-Wettbewerb teil und leisten Sie aktiv einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz in unserem Landkreis!



Warum?

Vorgärten gelten nicht nur als Visitenkarte eines Gebäudes, die vielfach Straßenzüge und ganze  Kommunen prägen, sondern auch als ein wesentlicher Baustein im regionalen Klima- und Umweltschutz. Insbesondere zu Zeiten des immer präsenter werdenden Klimawandels und dem bedrohlichen Artenverlust ist eine naturnahe und grüne Gestaltung der Vorgärten so wichtig, ja unverzichtbar!

Darüber hinaus soll der Wettbewerb die Bevölkerung im Kreis dazu animieren, aktiv Umweltschutz zu betreiben und so die Lebensqualität jedes Einzelnen zu erhöhen und letztendlich das Bewusstsein für die heimische Natur und Region weiter zu stärken.
 

Infos zum Vorgarten-Wettbewerb

Die Anmeldefrist zum Vorgarten-Wettbewerb ist abgelaufen.

Vielen Dank für die Teilnahme bzw. Ihr Interesse an diesem Thema.

 

 

 

Unsere Empfehlung:

Orientieren Sie sich auch zukünftig bei geplanten Umgestaltungen an den Tipps zur Umsetzung.

 

Arten von Vorgärten

Abgrenzung der für den Wettbewerb relevanten Gartenvarianten:

Bild: J. Kummer

Grüner Naturgarten

Nicht nur am wertvollsten für die Umwelt und die darin lebenden Tiere wie Insekten oder Vögel sondern auch am wohltuendsten für das Klima und das gesamte Ökosystem sind naturnahe Grün- und Blühflächen. Sie stellen die nachhaltigste Gestaltung von Freiflächen dar. Ob im Garten, auf dem Balkon, im Hof oder auch in öffentlichen Bereichen sind ökologisch konzipierte Grünzonen vor allem zu Zeiten des Klimawandels und des Insektensterbens sowie der damit einhergehenden Problematik des Artenschwundes vieler anderer Tiere (z.B. Vögel, Kleinreptilien) von wesentlicher Bedeutung. Mehr denn je gilt es, auf globaler Ebene ökologisch zu denken und lokal vor der eigenen Haustür zu handeln. Beginnen sollte man damit gleich heute und das Grundstück dahingehend überprüfen, ob es ökologisch wertvoll gestaltet ist.

Die Qualität eines ökologisch wertvollen und gut angelegten Naturgartens zeichnet sich unter anderem durch folgende Kriterien aus:

  • Versiegelungsgrad so gering wie möglich und dementsprechend ein hoher Anteil versickerungsfähiger Oberflächen
  • Naturnaher Lebensraum für Menschen, wildlebende Tiere und Pflanzen, darunter auch „wilde“ Bereiche, wie Brennesselbüsche, Laubhaufen, Totholz und mahdlose Blühwiesen
  • Artenvielfalt (genannt „Biodiversität“) und Strukturreichtum
  • Einheimische (Wild) Pflanzen
  • Standortgerechte Pflanzenverwendung und Gestaltung
  • Ganzjähriger Blühzeitraum
  • Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger
  • Heimische, regionale Materialien, z.B. regional vorkommender Stein, natürliches heimisches Holz
     

Werden diese und weitere Kriterien bei der Gestaltung der Grünfläche eingehalten und erfolgreich umgesetzt, dann steht einem naturgerechten Garten, der als Visitenkarte eines Grundstückes vielfältige positive Effekte hervorruft, kaum mehr was im Wege.

 

Steingarten

Im Gegensatz zu Schottergärten (siehe unten) sind Steingärten gestaltete Flächen, die mit dem natürlichen Boden und der Erde wasser-, luft- und nährstoffdurchlässig verbunden sind. Bekannt unter anderem auch als Form von alpinen oder japanischen Steingärten bilden sie natürliche Lebensräume der kargen Gebirgs- und Felslandschaft nach. Durch eine fachgerechte und naturnahe Konzeption, bei der auch die geschaffenen Standortbedingungen für die gewählten Pflanzen passen müssen, stellen die Steingärten Lebensräume für Wildpflanzen und Rückzugsorte für Tiere wie Insekten, Spinnen oder Eidechsen her. Dementsprechend können Steingärten – anders als Schottergärten – auch einen Mehrwert für die Umwelt und die Ökologie bieten.

Foto: U. J. Alexander – stock.adobe.com
Bild: U. J. Alexander – stock.adobe.com

Schottergarten

Die als Schottergarten oder auch als Schotterwüste bezeichnete Art der Flächengestaltung stellt im Gegensatz zu den Steingarten-Varianten keinen Lebensraum für Pflanzen und Tiere dar. Ausgestattet mit - wenn überhaupt - ein paar Ziergräsern oder exotischen Pflanzen und drapiert vielmehr mit allerlei Zierelementen, wie Stelen und Figuren, fügen die großflächig mit anorganischen Materialien wie Kies, Schotter und Splitt bedeckten Bereiche enorme Schäden der Umwelt- und dem Klima zu. Je mehr Aushub des natürlichen Bodens und der Muttererde stattgefunden hat, desto mehr Bodenleben wurde vernichtet und desto größer sind die negativen Auswirkungen auf das Ökosystem. Wasserundurchlässige Folien sowie eine Versiegelung von Flächen mit Beton oder Asphalt verstärken diesen Effekt zusätzlich.

Letztendlich gelten die voll versiegelten Schottergärten vor allem aus ökologischer Sicht, aber auch aufgrund des Kosten- und tatsächlichen Pflegeaufwands – und subjektiv betrachtet häufig auch aus ästhetischen Gründen – in vielerlei Hinsicht, wie oft in der Literatur umschrieben, als „Gärten des Grauens“ mit weitreichenden negativen Effekten.

 

Tipps zur Umsetzung

Klimafreundlichkeit Erklärung/Beispiel
Anteil umgestalteter Fläche zur gesamten Vorgartenfläche Je mehr entsiegelt, desto besser (z.B. Teilent­siege­lung auch von Parkplatz und Fahrspur möglich)
Anteil versickerungsfähiger Oberfläche Je mehr versickerungsfähige Oberfläche vorhanden ist, desto besser (mind. aber 50 %)
Beitrag zur Verbesserung des Kleinklimas Abkühlung im Sommer durch schattenspendende Pflanzen (v. a. Bäume)
Pflanzen eines neuen und standortgerechten Baums Positiver Effekt für das Mikroklima z.B. durch das Pflanzen von Streuobstbäumen, Buchen usw.
Nutzung des Niederschlagswassers Nachhaltiges Gärtnern, das Geld und Trinkwasser spart.
Ökologische Vielfalt Erklärung/Beispiel
Lebensräume für die Tierwelt durch strukturreiche Gestaltung Verwilderte Bereiche, Totholz, Steinhaufen, Insektenhotels, Wasserstellen
Insekten- und vogelfreundliche Bepflanzung Mehr ungefüllte als gefüllte Blüten
Naturnahe Wiese statt Rasenfläche Mehr Sträucher, Stauden und Wiese statt zu oft gemähten Rasen
Beachtung verschiedener Blühzeiträume Auswahl an Pflanzen, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen (Schotter hat (k)eine Jahreszeit)
Verzicht auf Lichtverschmutzung / Lichtelemente Dauerhafte Beleuchtungssysteme im Garten schaden Tier, Mensch und Umwelt.
Regionsbezug Erklärung/Beispiel
Reich an heimischen, gebietseigenen Pflanzen / standortgerechte Verwendung Statt exotische lieber regionale Pflanzen, die gut an lokale Klima- / Bodenzustände angepasst sind
Regionale Lieferanten / Dienstleister Fachfirmen aus der Umgebung
Ortstypische, regionale Gestaltungsmerkmale und Materialverwendung Auseinandersetzung mit regionalen Naturräumen und Einbezug lokaler Baukultur und Materialien
Gestalterische Aspekte Erklärung/Beispiel
Zusammenstellung und Harmonie der Pflanzung Farbkombinationen der Blumen und aufeinander abgestimmtes Gesamtbild
Optische Aufwertung der Hausvorzone zwischen privater und öffentlicher Fläche Mehr Freude an einer abwechslungsreichen, blühenden Vegetation als an einer Schotterwüste
Kreativität Begrünung von Mülltonnenabstellplätzen, Sitzplätze, kreative ökologisch wertvolle Gestaltungen
Gesamteindruck Erklärung/Beispiel
Vorher-Nachher-Vergleich (inkl. Einbezug der Antworten des Bewerbungsbogens) Persönliche Motive des Umgestaltungsvorgangs, Sensibilisierung für die Thematik und Engagement

 


Der Landkreis summt!

 

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Telefon: 06021/394-483
Telefax: 06021/394-984
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