AB in die Natur


Um was geht's?
 
Impressionen vom 
Vorgarten-Wettbewerb 2021
Arten von Vorgärten


Bewertung und Tipps
zur Umsetzung

Mitmachen und gewinnen

Aufbauend auf der erstmaligen Durchführung des Vorgarten-Wettbewerbs im letzten Jahr, ruft der Landkreis auch im Jahr 2022 zur Teilnahme am neu aufgelegten Wettbewerb auf. So wollen wir auch weiterhin Anreize zur Bekämpfung des immer bedrohlicher werdenden Klimawandels und Artenverlusts schaffen. Mit dem Ziel, noch mehr Menschen für diese bedeutende Thematik zu sensibilisieren und im Wettbewerb aktiv zu erreichen, wurden der Teilnahmekreis und die Umgestaltungsbereiche ausgeweitet.

Wettbewerbszeitraum: 1. April bis 31. August 2022

>>> Hier anmelden! <<<

Den Flyer mit den aktuellen Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier: Vorgarten-Wettbewerb 2022

Hier finden Sie unser Erklärvideo zu Naturgärten: Die Vorteile eines Naturgartens gegenüber eines Schottergartens. Leicht erklärt – überzeugen Sie sich selbst!  Den dazugehörigen Flyer können Sie hier einsehen: Entscheidungshilfe: Natur- oder Schottergarten?

Um was geht’s?

Was?

  • Sensibilisierung für die große Bedeutung eines funktionierenden Ökosystems vor der eigenen Haustür
  • Gestaltung der Flächen als ökologisch wertvoll, insektenfreundlich und naturnah
  • Prämierung der am besten umgesetzten Projekte durch eine Fach-Jury mit einem Preisgeld

 

Wer kann wie und wann teilnehmen?

Für eine Teilnahme füllen Sie bitte bis spätestens 31. August 2022 folgendes Anmeldeformular aus:

>>> Hier anmelden! <<<

Teilnehmen dürfen alle* Privatpersonen, Vereine, Gemeinden oder Unternehmen aus dem Landkreis Aschaffenburg. Um die große Bedeutung der Entsiegelung wertzuschätzen, kann auch dieses Jahr mit der Umgestaltung eines Schottergartens hin zu einem grünen Naturgarten teilgenommen werden. Zusätzlich gibt es noch zwei weitere Teilnahme-Kategorien.

1. Schottergarten:
Der Schottergarten muss durch die Umgestaltung entsiegelt und der dann versickerungsfähigere Vorgarten stattdessen naturnah, grün und umweltfreundlich gestaltet werden. Die Umgestaltung darf nicht länger als Januar 2021 zurückliegen.

2. Vorgarten:
Die öffentlich einsehbare Vorgarten-Fläche muss unter Verwendung heimischer Pflanzen naturnah, insektenfreundlich und ökologisch wertvoll gestaltet werden und so Lebensräume für Tiere schaffen.

3. Balkon-, Dach- oder Fassadengestaltung:
Gefordert wird eine umweltfreundliche Balkon- oder Dach- bzw. Fassadengestaltung, die Lebensraum für Insekten schafft und einen ökologischen Mehrwert hat. Die Fläche muss durch geeignete Pflanzen begrünt und somit umweltfreundlicher als die herkömmliche Gestaltung sein.

* Vereine, Gemeinden oder Unternehmen können auch mit Flächen, wie einem Parkplatz, dem Straßenrand oder einem Kreisel teilnehmen. Pro Haushalt kann mit der gleichen Fläche maximal einmal in einer Kategorie teilgenommen werden. Ausgeschlossen sind mit Preisgeld prämierte Flächen aus dem Vorgarten-Wettbewerb 2021. Außerdem sind die Mitglieder des Preisgerichts und deren Angehörige im Sinne von § 20 Verwaltungsverfahrensgesetz von der Teilnahme ausgeschlossen.


Warum?

Alle Teilnahmen der drei unterschiedlichen Kategorien sollen mit positiven Effekten für die Ökologie, die Umwelt und das Klima einhergehen. Um ein Preisgeld zu gewinnen, muss die Fläche, mit der Sie sich bewerben, besonders naturnah gestaltet sein und so zum lokalen Arten- und Umweltschutz beitragen. 

 

Impressionen vom Vorgarten-Wettbewerb 2021

Die Anmeldefrist zum Vorgarten-Wettbewerb ist abgelaufen. Die Siegerinnen und Sieger haben ihre Preise bereits erhalten.

Wir bedanken uns für die wertvollen Beiträge sowie das großartige und vorbildliche Engagement unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Premiere unseres Wettbewerbs im Jahr 2021.

Weitere Informationen zum letztjährigen Wettbewerb finden Sie hier: Vorgarten-Wettbewerb

Im Folgenden erhalten Sie Impressionen des Vorgarten-Wettbewerbs 2021:

Foto: Bradbury

Foto: Bradbury

Foto: Bradbury


Foto: Petra Hewing

Foto: Gemeinde Bessenbach

Arten von Vorgärten

Abgrenzung der für den Wettbewerb relevanten Gartenvarianten:

Bild: J. Kummer

Grüner Naturgarten

Nicht nur am wertvollsten für die Umwelt und die darin lebenden Tiere wie Insekten oder Vögel sondern auch am wohltuendsten für das Klima und das gesamte Ökosystem sind naturnahe Grün- und Blühflächen. Sie stellen die nachhaltigste Gestaltung von Freiflächen dar. Ob im Garten, auf dem Balkon, im Hof oder auch in öffentlichen Bereichen sind ökologisch konzipierte Grünzonen vor allem zu Zeiten des Klimawandels und des Insektensterbens sowie der damit einhergehenden Problematik des Artenschwundes vieler anderer Tiere (z.B. Vögel, Kleinreptilien) von wesentlicher Bedeutung. Mehr denn je gilt es, auf globaler Ebene ökologisch zu denken und lokal vor der eigenen Haustür zu handeln. Beginnen sollte man damit gleich heute und das Grundstück dahingehend überprüfen, ob es ökologisch wertvoll gestaltet ist.

Die Qualität eines ökologisch wertvollen und gut angelegten Naturgartens zeichnet sich unter anderem durch folgende Kriterien aus:

  • Versiegelungsgrad so gering wie möglich und dementsprechend ein hoher Anteil versickerungsfähiger Oberflächen
  • Naturnaher Lebensraum für Menschen, wildlebende Tiere und Pflanzen, darunter auch „wilde“ Bereiche, wie Brennesselbüsche, Laubhaufen, Totholz und mahdlose Blühwiesen
  • Artenvielfalt (genannt „Biodiversität“) und Strukturreichtum
  • Einheimische (Wild) Pflanzen
  • Standortgerechte Pflanzenverwendung und Gestaltung
  • Ganzjähriger Blühzeitraum
  • Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger
  • Heimische, regionale Materialien, z.B. regional vorkommender Stein, natürliches heimisches Holz
     

Werden diese und weitere Kriterien bei der Gestaltung der Grünfläche eingehalten und erfolgreich umgesetzt, dann steht einem naturgerechten Garten, der als Visitenkarte eines Grundstückes vielfältige positive Effekte hervorruft, kaum mehr was im Wege.

 

Steingarten

Im Gegensatz zu Schottergärten (siehe unten) sind Steingärten gestaltete Flächen, die mit dem natürlichen Boden und der Erde wasser-, luft- und nährstoffdurchlässig verbunden sind. Bekannt unter anderem auch als Form von alpinen oder japanischen Steingärten bilden sie natürliche Lebensräume der kargen Gebirgs- und Felslandschaft nach. Durch eine fachgerechte und naturnahe Konzeption, bei der auch die geschaffenen Standortbedingungen für die gewählten Pflanzen passen müssen, stellen die Steingärten Lebensräume für Wildpflanzen und Rückzugsorte für Tiere wie Insekten, Spinnen oder Eidechsen her. Dementsprechend können Steingärten – anders als Schottergärten – auch einen Mehrwert für die Umwelt und die Ökologie bieten.

Foto: U. J. Alexander – stock.adobe.com
Bild: U. J. Alexander – stock.adobe.com

Schottergarten

Die als Schottergarten oder auch als Schotterwüste bezeichnete Art der Flächengestaltung stellt im Gegensatz zu den Steingarten-Varianten keinen Lebensraum für Pflanzen und Tiere dar. Ausgestattet mit - wenn überhaupt - ein paar Ziergräsern oder exotischen Pflanzen und drapiert vielmehr mit allerlei Zierelementen, wie Stelen und Figuren, fügen die großflächig mit anorganischen Materialien wie Kies, Schotter und Splitt bedeckten Bereiche enorme Schäden der Umwelt- und dem Klima zu. Je mehr Aushub des natürlichen Bodens und der Muttererde stattgefunden hat, desto mehr Bodenleben wurde vernichtet und desto größer sind die negativen Auswirkungen auf das Ökosystem. Wasserundurchlässige Folien sowie eine Versiegelung von Flächen mit Beton oder Asphalt verstärken diesen Effekt zusätzlich.

Letztendlich gelten die voll versiegelten Schottergärten vor allem aus ökologischer Sicht, aber auch aufgrund des Kosten- und tatsächlichen Pflegeaufwands – und subjektiv betrachtet häufig auch aus ästhetischen Gründen – in vielerlei Hinsicht, wie oft in der Literatur umschrieben, als „Gärten des Grauens“ mit weitreichenden negativen Effekten.

Tipps zur Umsetzung

Klimafreundlichkeit Erklärung/Beispiel
Anteil umgestalteter Fläche zur gesamten Vorgartenfläche Je mehr entsiegelt, desto besser (z.B. Teilent­siege­lung auch von Parkplatz und Fahrspur möglich)
Anteil versickerungsfähiger Oberfläche Je mehr versickerungsfähige Oberfläche vorhanden ist, desto besser (mind. aber 50 %)
Beitrag zur Verbesserung des Kleinklimas Abkühlung im Sommer durch schattenspendende Pflanzen (v. a. Bäume)
Pflanzen eines neuen und standortgerechten Baums Positiver Effekt für das Mikroklima z.B. durch das Pflanzen von Streuobstbäumen, Buchen usw.
Nutzung des Niederschlagswassers Nachhaltiges Gärtnern, das Geld und Trinkwasser spart.
Ökologische Vielfalt Erklärung/Beispiel
Lebensräume für die Tierwelt durch strukturreiche Gestaltung Verwilderte Bereiche, Totholz, Steinhaufen, Insektenhotels, Wasserstellen
Insekten- und vogelfreundliche Bepflanzung Mehr ungefüllte als gefüllte Blüten
Naturnahe Wiese statt Rasenfläche Mehr Sträucher, Stauden und Wiese statt zu oft gemähten Rasen
Beachtung verschiedener Blühzeiträume Auswahl an Pflanzen, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen (Schotter hat (k)eine Jahreszeit)
Verzicht auf Lichtverschmutzung / Lichtelemente Dauerhafte Beleuchtungssysteme im Garten schaden Tier, Mensch und Umwelt.
Regionsbezug Erklärung/Beispiel
Reich an heimischen, gebietseigenen Pflanzen / standortgerechte Verwendung Statt exotische lieber regionale Pflanzen, die gut an lokale Klima- / Bodenzustände angepasst sind
Regionale Lieferanten / Dienstleister Fachfirmen aus der Umgebung
Ortstypische, regionale Gestaltungsmerkmale und Materialverwendung Auseinandersetzung mit regionalen Naturräumen und Einbezug lokaler Baukultur und Materialien
Gestalterische Aspekte Erklärung/Beispiel
Zusammenstellung und Harmonie der Pflanzung Farbkombinationen der Blumen und aufeinander abgestimmtes Gesamtbild
Optische Aufwertung der Hausvorzone zwischen privater und öffentlicher Fläche Mehr Freude an einer abwechslungsreichen, blühenden Vegetation als an einer Schotterwüste
Kreativität Begrünung von Mülltonnenabstellplätzen, Sitzplätze, kreative ökologisch wertvolle Gestaltungen
Gesamteindruck Erklärung/Beispiel
Vorher-Nachher-Vergleich (inkl. Einbezug der Antworten des Bewerbungsbogens) Persönliche Motive des Umgestaltungsvorgangs, Sensibilisierung für die Thematik und Engagement

 


Der Landkreis summt!

 

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Telefon: 06021/394-483
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